Der Gemeinnützige Verein hielt seine Versammlung im Alterszentrum ab. Die Jahresrechnung 2025 schliesst mit einem kleinen Gewinn ab
An der Jahresversammlung des Gemeinnützigen Vereins Mellingen (GVM) wurden Mitglieder geehrt, die sich schon seit Jahrzehnten für die ...
Der Gemeinnützige Verein hielt seine Versammlung im Alterszentrum ab. Die Jahresrechnung 2025 schliesst mit einem kleinen Gewinn ab
An der Jahresversammlung des Gemeinnützigen Vereins Mellingen (GVM) wurden Mitglieder geehrt, die sich schon seit Jahrzehnten für die Gemeinschaft einsetzen.
Acht Frauen dankte der Vorstand für ihre langjährige Mitgliedschaft und beschenkte sie – ein Höhepunkt der Jahresversammlung. Schon 40 Jahre im Gemeinnützigen Verein sind Gaby Wächter, Rita Widmer, Elfriede Jakob, Flavia Humbel und Ursula Eichenberger. 45 Jahre dabei ist Edith Vogler-Hurst. Und Hildegard Süssli und Heidi Roth-Galli sind stolze 55 Jahre treue Mitglieder. Zwei Geehrte waren anwesend und freuten sich über die Ehrung (Bild).
Für die Gemeinschaft engagiert
Der Gemeinnützige Verein Mellingen (ehemals Gemeinnütziger Frauenverein Sektion Mellingen) hat eine lange Tradition im sozialen Bereich, die bis 1898 zurückreicht. Der Verein engagiert sich solidarisch für die Gemeinschaft in Mellingen, fördert Freiwilligenarbeit, veranstaltet verschiedenste Aktivitäten und betreibt die Ludothek. Vereinspräsidentin Claudia Müller begrüsste die anwesenden Mitglieder an der 127. Jahresversammlung in der Cafeteria des Alterszentrums Im Grüt herzlich und informierte als erstes, dass zwölf Austritten und einem Todesfall im vergangenen Jahr 16 Neueintritte gegenüberstanden. «128 Mitglieder zählt der Verein aktuell, Tendenz steigend», sagte sie.
Danach informierten die Verantwortlichen über die verschiedenen Vereins-Aktivitäten im Jahr 2025. Die Teilnehmerinnen des Babysitterkurses hätten den Kurs erfolgreich absolviert und den Abschluss entgegengenommen. Die jeweils im März und im September stattfindende Kinderkleiderbörse ging beide Male mit Elterntischen und Decken für Kinder reibungslos vonstatten. Es brauche immer tatkräftige Unterstützung für den Anlass, hiess es.
300 Kinder am Ferienpass
Der Ferienpass in den letzten Frühlingsferien war ausgebucht, 300 Kinder nahmen teil. Neben beliebten «Dauerbrennern», wie dem Besuch der Feuerwehr, kommen auch die neuen Angebote gut an. Die Kinder konnten beispielsweise einen Blick in die Autowerkstatt Kohler werfen, an einem Fotoevent vor und hinter der Kamera teilnehmen oder Zumba tanzen – wobei auch Mütter und Grossmütter Freude an dieser sportlichen Aktivität fanden. Die Besucherfrauen erfreuen Seniorinnen und Senioren in Mellingen. Aus Datenschutzgründen, erfuhr man, dürften sie an Ostern nicht mehr auf die Zimmer im Alterszentrum; stattdessen findet ein schöner Event mit der Musikschule in der Cafeteria statt.
1300 Stunden Arbeit investiert
Ein Schwerpunkt war der Jahresbericht der Ludothek (im Untergeschoss der Oberstufe Kleine Kreuzzelg). Diese leiht Spiele und Spielsachen aus und wird von 13 Frauen betrieben. Sie erhalten eine kleine Entschädigung. «Wir haben 2025 über 1300 Stunden investiert», sagte Vorstandsmitglied Min Yu, «das entspricht einem 60-Prozent-Pensum für eine Person.» Das Sortiment umfasse mittlerweile über 2000 Spielsachen. «Ein Highlight war der Tag der offenen Türe», so Min Yu. Auch das Kerzenziehen und das Kochen waren wiederum beliebt. Die Risottostube, wo Fritz Hediger jeweils mit einem Team kocht, hätte mehr Publikum und Einnahmen vertragen.
Jahresrechnung schliesst positiv ab
Es folgten Ausführungen zur Jahresrechnung 2025. Diese schloss erfreulich mit einem Plus von 2622 Franken ab (2024: 620 Franken Plus). «Das Betriebsergebnis ist stabil und leicht steigend», erklärte Mirjam Portmann. Da in der Jahresrechnung der Ludothek jedoch ein Defizit von 1920 Franken resultierte, bleiben nur 701 Franken Gewinn übrig (2024: 741 Franken Defizit). Die Einnahmen der Ludothek lagen unter den Erwartungen. «Ziel bei der Ludothek wäre ein Plus im laufenden Jahr. Wir sind auf gutem Kurs und waren schon schlechter dran», sagte Portmann. Das Budget 2026 des Vereins schliesst mit einem Minus von 2605 Franken ab. Das Budget sei immer ein wenig negativer als die effektive Rechnung, so Portmann. Fürs Jugendfest allein sind Ausgaben von 1500 Franken veranschlagt. Bei den Einnahmen steht beim Posten «Gemeindebeitrag/Stiftung F. Martin» eine Null; die Gelder fürs laufende Jahr sind noch nicht gesprochen.
Sorgen muss sich der Verein vorläufig keine machen. Das Reinvermögen inklusive Jahresergebnis betrug per 31. Dezember 22 907 Franken (2024: 20 285 Franken). Die Revisorinnen empfahlen ein Ja. Die Anwesenden genehmigten die Jahresrechnung und das Budget 2026 einstimmig.
Vizepräsidium nach wie vor offen
Beim Thema Wahlen informierte Claudia Müller, welche den Verein seit 2025 führt, dass das Vizepräsidium nach wie vor offen sei. Sie wäre auch offen für ein Co-Präsidium, sagte sie. Der Verein erhielt am Schluss externes Lob: Der GVM sei in den letzten Jahren zu einem Gefäss für junge Familien geworden, meinte Gast Barbara Ducceschi-Küng, Präsidentin des Dachverbands Aargauische Gemeinnützige Frauenverein (AGF). «Ihr macht soviel dafür, dass Mellingen ein Ort zum Daheim-Sein ist.» Das hörten die Anwesenden natürlich gerne und gingen danach zum gemütlichen Teil über.
Marc Benedetti