Mellingen: Die Bauarbeiter in der Hauptgasse freuen sich über einen Kaffee oder Tee
Die Bauarbeiten für die neue Hauptgasse in Mellingen schreiten voran. Dabei «menschelt» es manchmal sehr, denn die Situation ist eine Herausforderung für Gewerbler und ...
Mellingen: Die Bauarbeiter in der Hauptgasse freuen sich über einen Kaffee oder Tee
Die Bauarbeiten für die neue Hauptgasse in Mellingen schreiten voran. Dabei «menschelt» es manchmal sehr, denn die Situation ist eine Herausforderung für Gewerbler und Büezer.
Sie wissen, dass der Lärm und der Dreck nerven. Doch das ist ihr Job. Die Rede ist von den Bauarbeitern, welche die Hauptgasse erneuern. Die Geschäfte und Restaurants ihrerseits wollen trotz Bauerei weiter existieren. Sie hoffen, dass ihre Kundschaft auch unter widrigen Umständen weiterhin zu ihnen kommt. In diesem Interessenkonflikt bewegen sich die Gruppen und versuchen, das Beste daraus zu machen. Das Coiffeurgeschäft Meier, das von Petrinka Sekulovski geführt wird, weiss, wie man mit einer solchen Situation fertig wird. Es schenkt den «Büezern» ab und zu einen Kaffee oder warmen Tee aus. Diese sind total happy über die kleine Geste. Handkehrum sorgen sie dafür, dass der Zugang zum Geschäft immer gewährleistet ist – wie bei den anderen Geschäften übrigens auch. Die Bauarbeiter und die Gewerbetreibenden hätten in der Regel ein gutes Einvernehmen, sagt Vorarbeiter Krist Nikolla. «So können wir gut vorwärts arbeiten, damit die Baustelle bald fertig ist», sagt er. Die Kommunikation funktioniere mit den Geschäften. In den letzten 1,5 Monaten klaffte ein tiefes Loch in der Hauptgasse. Das beauftragte Bauunternehmen erneuert die Werkleitungen im Boden.
Bis zur Auffahrt fertig
«Wir haben wegen des Floh- und Antiquitätenmarkts, der am 17. Mai stattfindet, vorwärts gemacht und zugeschüttet», sagt Bauleiter Thomas Hunn vom Ingenieurbüro Senn. Er ist mit dem Baufortschritt zufrieden. «Circa nach der Auffahrt werden wir mit dem Strassenbau und der Pflästerung beginnen.» Für Irritation sorgten kürzlich Meldungen von Bewohnern zweier Häuser an der Hauptgasse über Ratten. Eine Mellingerin erzählte dem «Reussbote», diese hätten in ihrem Haus eine Jacke zerfressen. Sie meldete sich bei der Stadtverwaltung. Sie sei nicht die einzige, hiess es dort. Die Frau wurde an die Bauleitung verwiesen. «Wir haben nie ein Tier gesehen», sagt Hunn. Die Entwässerung des Schmutzwassers geschehe über die Scheunengasse. Möglich sei, dass sich Tiere dort bemerkbar gemacht hätten. (mbe)