Franziska Walker ist in Staretschwil aufgewachsen und lebt mit ihrem Mann in Stetten. Sie arbeitet als Filialleiterin und lässt es sich in der Freizeit gerne mit erholsamen Ferien, wohltuenden Massagen und feinem Essen gut gehen. Zu ihren Leidenschaften gehören unter anderem das Sammeln ...
Franziska Walker ist in Staretschwil aufgewachsen und lebt mit ihrem Mann in Stetten. Sie arbeitet als Filialleiterin und lässt es sich in der Freizeit gerne mit erholsamen Ferien, wohltuenden Massagen und feinem Essen gut gehen. Zu ihren Leidenschaften gehören unter anderem das Sammeln und Tragen von Converse-Schuhen.
Das Sprichwort gibt es schon lange. «Das schwarze Schaf (der Familie) sein.»
Früher war das ganz wörtlich gemeint und ziemlich wirtschaftlich. Denn die schwarze Wolle liess sich schlechter einfärben als die weisse. Deshalb waren die schwarzen Schafe beim Schäfer, nett gesagt, eher unpraktisch. Nicht so nett gesagt: absolut unerwünscht! Mit den Jahren wanderte das schwarze Schaf dann irgendwie in die Familien.
Schwarze Schafe gibt es viele. Vielleicht sogar in jeder Familie. Wer weiss. Das alles nur, weil sie nicht in das ach so harmonische Familienbild passen wie die anderen.
Aber wie wird man denn zum schwarzen Schaf? Kurz gesagt, man muss einfach nur aus der Reihe tanzen. Hier ein Grundrezept dazu: Man sollte möglichst auffallen. Nicht laut, aber anders. Gutes Beispiel ist die Kleiderwahl. Kleider machen Leute und im besten Fall leichte Unruhe in der Runde. Also, entweder total bunte Kleider oder zum Beispiel ganz schwarz. Die Spannweite ist gross. Es gingen sogar «dem Alter nicht entsprechende Kleider». Das sollte dann gemischt werden mit einem ganz anderen Denken und Handeln. Was die Masse lustig findet, findet das schwarze Schaf ätzend und langweilig. Wenn alle genau die richtigen und passenden Fragen stellen, muss das schwarze Schaf die unangenehmsten Fragen überhaupt in die Runde werfen. Natürlich mit der passenden Meinung zu den Antworten. Dann geben wir der Sache noch etwas Würze. Und zwar mit Provokation. Provokation in jeder erdenklichen Geschmacksrichtung. Dem Ganzen lässt man dann etwas Zeit und zägg: Man ist das perfekte schwarze Schaf der Familie! Von allen anderen dazu erkoren. Bravo! Wie sich das wohl anfühlen mag? Nun, man kann nur spekulieren. Am Anfang sicher äusserst unangenehm. Vielleicht sogar verletzend. Man möchte doch so gerne dazu gehören, aber aus irgendeinem verflixten Grund, klappt es einfach nicht. Aber mit der Zeit wird es besser. Man verfeinert das Rezept sogar noch und bekommt Gefallen daran «anders» zu sein. Es könnte auch sein, dass plötzlich mal etwas zu viel Pfeffer in die Suppe kommt. Das kann man – wenn man will – mit etwas Honig um den Mund wieder wettmachen.
Ganz ehrlich: Ich bin Fan von den schwarzen Schafen! Die bringen Schwung und frischen Wind in die ganze Geschichte. Sie sind nicht die langweiligen Mitläufer. Und sie haben unter ihrer schwarzen Wolle, meistens mehr Herz als man ihnen zutraut.