Defizit höher als budgetiert
24.04.2026 StettenStetten: Die Rechnung 2025 schliesst mit einem Defizit von rund 805 600 Franken
Das Defizit fällt um 400 000 Franken höher aus als budgetiert. Grund dafür sind Mehrkosten in der Verwaltung und bei der Sozialen Sicherheit. Auch das Dorffest vom letzten Jahr ...
Stetten: Die Rechnung 2025 schliesst mit einem Defizit von rund 805 600 Franken
Das Defizit fällt um 400 000 Franken höher aus als budgetiert. Grund dafür sind Mehrkosten in der Verwaltung und bei der Sozialen Sicherheit. Auch das Dorffest vom letzten Jahr schlägt negativ zu Buche.
Die Rechnung 2025 der Einwohnergemeinde Stetten schliesst mit einem Defizit von rund 805 600 Franken ab. Wie die Gemeinde mitteilt, war ein Aufwandüberschuss von 397 000 Franken budgetiert. Der Fehlbetrag wird aus dem Eigenkapital gedeckt.
Der Nettoaufwand der Jahresrechnung 2025 fällt gegenüber dem Budget um 316 720 Franken höher aus. Mehrausgaben sind hauptsächlich bei der allgemeinen Verwaltung, der Freizeit und bei der Sozialen Sicherheit zu verzeichnen.
Was die Investitionen der Gemeinde Stetten betrifft, so investierte sie im Jahr 2025 gesamthaft 1,008 Millionen Franken (netto 997 620 Franken).
Steuerertrag, kleiner als budgetiert
Die Gesamtsteuereinnahmen, die sich aus Einkommens- und Vermögenssteuern, Gewinn- und Kapitalsteuern juristische Personen, Quellensteuern zusammensetzen, liegen in der Gemeinde Stetten in der Höhe von 6,555 Millionen Franken mit 0,5 Prozent unter der Budgetprognose von 6,585 Millionen Franken.
Der Anteil der Gemeinde Stetten an den Gewinn- und Kapitalsteuern der juristischen Personen beträgt 419 310 Franken, budgetiert waren 579 000 Franken. Der Anteil der Steuern für juristische Personen am Gesamtsteuerertrag beträgt 6,6 Prozent (Vorjahr 13,9 Prozent). An Quellensteuern wurden knapp 260 000 Franken (Vorjahr 231 000 Franken) eingenommen.
Mehrausgaben in der Verwaltung
Die Mehrausgaben in der Verwaltung sind laut Mitteilung der Gemeinde hauptsächlich auf eine erhöhte Anzahl an Sitzungen sowie nachträgliche Auszahlungen von Sitzungsgeldern aus dem Vorjahr zurückzuführen. Das führt zu einem Mehraufwand von 20 000 Franken. Zusätzlich entstanden Mehrkosten von 25 000 Franken durch personelle Veränderungen, Überstundenentschädigungen sowie Rekrutierungsprozesse. Weiter führten externe Dienstleistungen wie Vertragsprüfungen und Ingenieurarbeiten zu einem Mehraufwand von 10 000 Franken.
Schliesslich resultierten Abweichungen von 35 000 Franken bei Sach- und Betriebskosten, Druck- und IT-Dienstleistungen, sowie durch Investitionen in Geräte und Weiterbildungen.
Auch das Dorffest kostet
Im Zusammenhang mit dem Dorffest wurde von der Gemeindeversammlung ein Verpflichtungskredit bewilligt. Die Kreditabrechnung folgt im Jahr 2026. Da das Dorffest im Jahre 2025 stattfand, musste der gesamte Betrag in der Höhe von 55 600 Franken in die Erfolgsrechnung überführt werden. Diese Position wurde nicht budgetiert, wie die Gemeinde festhält. Die höheren Ausgaben bei der Sozialen Sicherheit – ein Plus von 325 255 Franken – sind vor allem auf eine Zunahme der Alimentenfälle (15 000 Franken) sowie eine insgesamt stärkere Belastung im Sozial- und Asylbereich zurückzuführen (230 000 Franken). In verschiedenen Bereichen zeigte sich, dass die vorgesehenen Budgetwerte zu tief angesetzt waren und sich die geplanten Einsparungen nicht wie erwartet umsetzen liessen, insbesondere bei der Alimentenbevorschussung, der familienergänzenden Kinderbetreuung sowie der wirtschaftlichen Sozialhilfe.
Mehrkosten entstanden zudem durch gestiegene Beiträge im interkommunalen Finanzausgleich sowie durch Statusänderungen bei Asylsuchenden, die vermehrt in die Sozialhilfe überführt wurden. Ebenfalls über dem Budget lagen die Aufwendungen für Sonderschulen und die Beteiligung an Krankenkassen-Verlustscheinen (70 000 Franken). (red.)
