Oberrohrdorf: Das Anbringen von laminierten Botschaften mit Reissnägeln und Pinnwandnadeln ist nicht erlaubt
Es ist in Oberrohrdorf kein neues Thema. Seit mehreren Jahren werden im öffentlichen Raum laminierte biblische Botschaften mit Reissnägeln und Pinnwandnadeln ...
Oberrohrdorf: Das Anbringen von laminierten Botschaften mit Reissnägeln und Pinnwandnadeln ist nicht erlaubt
Es ist in Oberrohrdorf kein neues Thema. Seit mehreren Jahren werden im öffentlichen Raum laminierte biblische Botschaften mit Reissnägeln und Pinnwandnadeln an Bänke und Bäume geheftet. Das führt zu Sachbeschädigung.
Seit mehreren Jahren erhält der Gemeinderat Oberrohrdorf immer wieder Meldungen, dass vor allem an Sitzbänken am Waldrand und zwischendurch auch an Bäumen mit Reissnägeln und Pinnwandnadeln laminierte Botschaften angebracht werden. In der «Bergpost» schreibt der Gemeinderat: «Die laminierten Botschaften sollen offenbar dazu dienen, das Wort Gottes zu verbreiten. Selbstverständlich achtet der Gemeinderat die religiöse Meinungsfreiheit. Sie hat jedoch Grenzen, wenn dadurch öffentliches Eigentum oder auch der Wald beschädigt wird.»
Sachbeschädigung und Littering
Zu beachten ist, dass das Zurücklassen laminierter Texte im Naherholungsraum auch den Straftatbestand des Litterings erfüllt, da sie nicht biologisch abbaubar sind. Der Gemeinderat weist auch darauf hin, dass die rege benutzten Sitzbänke am Waldrand zum Schutz vor der Witterung lackiert sind.
Das Anbringen der Texte mit Pinnwandnadeln und ähnlichen Hilfsmitteln beschädige deren Lackierungen und lasse das Eindringen von Feuchtigkeit ins Holz zu. Das könne mit der Zeit zu Fäulnis und zum zwangsläufig notwendigen Auswechseln der Sitzbänke auf Kosten der öffentlichen Hand führen. Auch Bäume würden durch diese Art der Befestigung der laminierten Botschaften beschädigt.
Bis anhin entfernten die Mitarbeiter des Werkdienstes die Botschaften. «Das Werkdienst-Team geht drei Mal pro Woche bei den Grillstellen und Bänklis vorbei, leert die öffentlichen Abfalleimer und schaut, dass alles ordentlich aussieht», führt Michael Neeser, Leiter Werkdienste, aus. «Es ist erfreulich, dass der Abfall zumeist in den Abfallkübeln landet.» Oft würden aber die Werkdienstmitarbeiter auch laminierte Botschaften vorfinden. «Wir haben auch heute wieder zwei eingesammelt», sagt Neeser. Die Anzahl variiere stark. Manchmal seien es nach dem Wochenende deutlich mehr.
Keine laminierten Texte anbringen
Auf Grund der Art der verfassten Texte geht der Gemeinderat davon aus, dass es sich bei der Aktion mit den laminierten Botschaften um sehr wenige Personen oder um eine Einzelperson handelt. Der Gemeinderat fordert diese auf, ihre Aktionen umgehend zu unterlassen. – Auch in Mellingen gibt es dieses Phänomen im Wald. Zudem bittet er die Bevölkerung, Hinweise zur Aktion bei der Gemeindekanzlei zu melden. Und der Gemeinderat behält sich weitere Massnahmen vor. Sollten weiterhin laminierte Botschaften angebracht werden, wird er Anzeige wegen Sachbeschädigung erstatten.
Debora Gattlen