Mellingen: Vor 16 Jahren genehmigte das Kantonsparlament den Kredit für die 2022 eröffnete Umfahrung
Vertreterinnen und Vertreter des Gemeindeverbands Baden Regio trafen sich mit Kantonsparlamentariern und -parlamentarierinnen in
Mellingen und besichtigten die ...
Mellingen: Vor 16 Jahren genehmigte das Kantonsparlament den Kredit für die 2022 eröffnete Umfahrung
Vertreterinnen und Vertreter des Gemeindeverbands Baden Regio trafen sich mit Kantonsparlamentariern und -parlamentarierinnen in
Mellingen und besichtigten die Altstadt respektive die Baustelle.
Der diesjährige Austausch zwischen dem Vorstand von Baden Regio und den Mitgliedern des Grossen Rats fand in Mellingen statt, und dies mit gutem Grund: Vor 16 Jahren sprach der Grosse Rat den Kredit über 36 Millionen Franken für die Realisierung der Umfahrung Mellingen. Diese ist seit 2022 in Betrieb und es profitiert nicht nur der Individualverkehr. Die historische Altstadt von Mellingen blühe sichtlich auf, schreibt der Verband in einer Mitteilung.
Rundgang in der Altstadt
Stadtpräsidentin Györgyi Schaeffer zeigte auf, wie sich das Städtchen verändert. Einzelne Projekte befinden sich in Umsetzung, andere werden noch erarbeitet. Die Stadt soll frei von Ausweichverkehr und die Aufenthaltsqualität gesteigert werden. Ein Rundgang veranschaulichte die Situation. In der Hauptgasse – dort wo einst der Verkehr die Strasse verstopfte – geniessen Besuchende die letzten Sonnenstrahlen im Aussenbereich von Restaurants und Bars. Die Gasse ist zwar noch eine Baustelle, doch lässt sich erahnen, wie hübsch sie einst aussehen und zum Flanieren einladen wird. «Doch es braucht noch einiges, um alles umzusetzen und die Einwohnerinnen und Einwohner werden noch über manche Vorlagen an der Gemeindeversammlung zu beraten haben», so die Stadtpräsidentin. Obwohl die Anzahl der anwesenden Grossräte eher bescheiden war, nahm der Präsident von Baden Regio, Markus Schneider, selbst Grossrat und Stadtammann von Baden, die Gelegenheit wahr, um auf für die Region und die Gemeinden massgebende Geschäfte hinzuweisen, über welche der Grosse Rat demnächst zu befinden haben wird.
Pflegerestkosten belasten Gemeinden
Zum einen geht es um die stetig steigenden Pflegerestkosten, welche die Budgets der Gemeinden massiv belasten und aus dem Lot bringen. Dazu sind Vorstösse im Rat hängig. Die Gemeinden von Baden Regio werden mit einem Bittschreiben an den Regierungsrat gelangen. Sie verlangen darin eine andere Verteilung der Restkosten für die Pflegefinanzierung, angesichts der glänzenden Rechnungsabschlüsse des Kantons Aargau. Zum anderen steht die Behandlung des Gesamtverkehrskonzepts Baden und Umgebung an, welches derzeit in der UBV-Kommission (Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung) beraten wird. Alle neun im Zentrum stehenden Gemeinden stehen hinter dem Konzept. Es sind Baden, Wettingen, Ennetbaden, Obersiggenthal, Untersiggenthal, Ehrendingen, Freienwil, Neuenhof und Killwangen. Markus Schneider: «Es ist ein Kompromiss, der gemeinsam in einem partizipativen Prozess getroffen worden ist und von den Gemeinden getragen wird. Im Grossen Rat an einzelnen Massnahmen zu schrauben, ist gefährlich und kann die Umsetzung von wichtigen Vorhaben sowie die Akzeptanz des ganzen Konzepts gefährden.»
Weitere Gespräche fanden in der Stadtscheune statt. Bei einem wunderbaren Apéro, kreiert vom Gastronomieteam des Alterszentrums im Grüt. Dem Verband Baden Regio mit Sitz in Fislisbach gehören 23 Mitgliedsgemeinden an, darunter Mellingen, Wohlenschwil, Fislisbach, Mägenwil, Niederrohrdorf, Oberrohrdorf, Remetschwil, Stetten und Birmenstorf. (mbe/zVg)