Mellingen: Das traditionelle Pilzfest lockte am Wochenende viele Hunderte zur Ausstellung und zur Waldhütte, wo der Pilzverein die Gäste bewirtete
Am traditionellen Anlass des Pilzvereins Mellingen war die Ausstellung kleiner als sonst und die meisten Exemplare wurden in ...
Mellingen: Das traditionelle Pilzfest lockte am Wochenende viele Hunderte zur Ausstellung und zur Waldhütte, wo der Pilzverein die Gäste bewirtete
Am traditionellen Anlass des Pilzvereins Mellingen war die Ausstellung kleiner als sonst und die meisten Exemplare wurden in anderen Gegenden der Schweiz gefunden. Momentan findet man nur wenige Speisepilze im Reusstal. Doch die Pilzfreunde liessen sich auch dieses Jahr die gute Laune nicht verderben.
Pilze sind keine Pflanzen», erklärt Angela Meier geheimnisvoll, «sie gehören zu den ältesten Organismen der Welt. Ohne Pilze kein Leben!». Wenn das keine Neugier weckt! Die ehemalige Pilzkontrolleurin war eine der kompetenten Auskunftspersonen an der diesjährigen Pilz-Ausstellung. Rund 70 Pilzarten waren zu sehen, die Exemplare fein säuberlich im Boden eingesteckt, darüber ein Schild mit dem Namen. Röhrlinge, Lamellenpilze, Stoppelpilze etc. Aber auch Porlinge, die auf Bäumen oder morschem Holz wachsen wie der «Gemeine Riesenporling», der kein Speisepilz ist. Und einige Giftpilze wie der grünblättrige Schwefelkopf. Der gelbe Pilz sieht dem Rauchblättrigen Schwefelkopf, einem Speisepilz, sehr ähnlich... Es waren weniger Pilzarten als sonst zu sehen. Der Grund ist die Trockenheit. Nicht nur für die Bäume, auch für die Feuchtigkeit liebenden Pilze im Wald ist die Saison schwierig. Die meisten gezeigten Exemplare stammten diesmal aus dem Appenzellischen, dem Bündnerland oder anderen Gegenden. «Nur die Feldchampignons gedeihen gut», sagte Angela Meier, «ich war überrascht.»
Der Pilzschmaus bei der Waldhütte
Kein Pilzfest ohne Festwirtschaft. Bei der Waldhütte war am Samstag- und Sonntagmittag sehr viel los. Denn das Wetter war schön. Die Mitglieder des Pilzvereins Mellingen in der Küche, im Service und beim Kuchenstand hatten alle Hände voll zu tun, um die Gäste zu versorgen. Für die Knder gab es ein separates Programm. Sylvia Spiess bemalte mit ihnen Töpfe, welche sie mit einem Mycel (Pilzgeflecht) bepflanzen durften. Daraus entsteht in circa zwei Wochen eine Champignonkultur. Dem Pilzverein kann für die gute Organisation des populären Anlasses ein Kränzchen gewunden werden. Der Verein heisst neue Mitglieder immer gerne willkommen. «Es herrscht ein ausgesprochen guter Zusammenhalt und eine gute Kameradschaft im Verein», sagt Gregor Spiess.
Marc Benedetti
Weitere Infos: pilzverein-mellingen.ch