Rohrdorferberg: Baukredit für Erweiterung der Kreisschule kommt parallel an vier Gemeindeversammmlungen
Es wird ein Krimi: An den Gemeindeversammlungen von Niederrohrdorf, Oberrohrdorf, Remetschwil und Bellikon, die alle am selben Abend stattfinden, ist der Bruttokredit ...
Rohrdorferberg: Baukredit für Erweiterung der Kreisschule kommt parallel an vier Gemeindeversammmlungen
Es wird ein Krimi: An den Gemeindeversammlungen von Niederrohrdorf, Oberrohrdorf, Remetschwil und Bellikon, die alle am selben Abend stattfinden, ist der Bruttokredit für die Erweiterung des Oberstufenzentrums traktandiert.
Es geht um eine grosse Summe von 41,1 Millionen Franken, welche in die Bildung investiert werden soll. Nach dem gescheiterten Projekt «Jim Knopf» liegt nun ein neues Projekt für die Erweiterung der Kreisschule Rohrdorferberg mit dem Namen «Torfmoos» vor, das die Jury überzeugte und das Herz der Öffentlichkeit gewinnen soll. Es wird den dringend benötigten Schulraum schaffen (siehe oben unser Interview mit Guido Hirschvogl, Gesamtschulleiter der Kreisschule Rohrdorferberg). Die Erweiterung des gemeinsamen Oberstufenzentrums Kreisschule Rohrdorferberg in Niederrohrdorf ist nötig, weil alle Räume der Kreisschule laut einer Medienmitteilung «vollständig belegt und ausgelastet sind». Die Oberstufe nutzt momentan deshalb das Schulhaus Hüslerberg, Container auf dem Pausenplatz und angemietete Zimmer in den Primarschulen von Niederrohrdorf und Oberrohrdorf. Für die räumliche Erweiterung der Kreisschule Rohrdorferberg steht nun im Juni der entscheidende Moment bevor: die Bewilligung des Baukredits durch die vier Kreisschulgemeinden. Die Gemeindeversammlungen von Niederrohrdorf, Oberrohrdorf, Remetschwil und Bellikon sind bewusst alle auf den Mittwoch, 16. Juni, gelegt worden. Das Geschäft ist ausserdem überall Trakandum 2. Dem Vernehmen nach haben Gemeindebehörden untereinander schon Wetten abgeschlossen, wer zuerst fertig wird und das erhoffte Ja verbuchen kann. Die budgetierten Erstellungskosten für die Erweiterung betragen 41,1 Millionen Franken. Dank des gewählten Verfahrens eines sogenannten Gesamtleistungswettbewerbs sei der entsprechende Baukredit verbindlich und könne nicht überschritten werden.
Die Kosten verteilten sich aufgrund der Einwohnerzahlen wie folgt auf die vier Gemeinden (provisorisch, da die Einwohnerzahlen von Ende 2026 massgebend sein werden): Bellikon: 5,145 Millionen Franken; Niederrohrdorf: 15,351 Millionen Franken; Oberrohrdorf: 13,789 Millionen Franken und Remetschwil: 6,815 Millionen Franken. Die Betriebskosten werden laut der Mitteilung im Gegensatz zu den Baukosten nach den Schülerzahlen auf die einzelnen Gemeinden aufgeteilt.
Schülerzahlen sind entscheidend
Die Schülerzahlen seien die entscheidende Grösse für die Berechnung des benötigten Schulraums. Der Flächenplanung hat die Baukommission höchste Priorität eingeräumt. «Zu gross» zu bauen, würde unnötige Mehrkosten verursachen. «Zu klein» zu bauen, würde die Kreisschule vor dasselbe Problem stellen, das sie schon bald nach Inbetriebnahme des bestehenden Schulhauses 2015 hatte: zu wenig Platz. Unter Einbezug des Büros Kohli + Partner Kommunalplan AG, den verantwortlichen Bauverwaltungen der vier Gemeinden sowie der Schulleitung wurde deshalb eine Schülerzahlenprognose ermittelt, die verschiedene Faktoren wie Bevölkerungsstruktur, Zu-/Wegzüge, Bautätigkeit und Landreserven berücksichtigt. Die Prognose geht von 500 Schülerinnen und Schülern im Jahr 2040 aus.
Sofern die Gemeindeversammlungen den Baukredit bewilligen, kann nach den Sommerferien mit der Projektierung für das Baugesuch begonnen und dieses noch 2026 eingegeben werden.
Marc Benedetti