Stetten/Gnadenthal: Jahresreise in die Zentralschweiz bei durchzogenem Wetter – für die wettererprobten Moped-Fahrer ist Aufgeben keine Option
Die diesjährige Dreitagestour der Töfflibuebe Freiamt/ Reusstal startete am Wochenende. Trotz misslicher ...
Stetten/Gnadenthal: Jahresreise in die Zentralschweiz bei durchzogenem Wetter – für die wettererprobten Moped-Fahrer ist Aufgeben keine Option
Die diesjährige Dreitagestour der Töfflibuebe Freiamt/ Reusstal startete am Wochenende. Trotz misslicher Wetterbedingungen liessen sich die elf Teilnehmer die Laune auf ihren Oldtimern nicht verderben.
Der Auftakt der dreitägigen Reise verlief plangemäss und gemütlich: Die elf Töfflibuebe trafen sich frühmorgens bei «Schrottis» in Stetten zu Kaffee und Gipfeli. Noch zeigte sich das Wetter von seiner guten Seite, als die Truppe kurz nach acht Uhr die Motoren ihrer alten 2-Gang-Maschinen starteten und aufbrach.
Die fahrerische Idylle hielt jedoch nicht lange an. Bereits im nahegelegenen Gnadenthal war das Kollektiv zu einem ersten Zwischenstopp gezwungen. Der Himmel öffnete seine Schleusen und der Regen sollte von da an zum verlässlichen, wenn auch ungeliebten, Begleiter des gesamten ersten Tages werden.
Für die wettererprobten Töfflibuebe war Aufgeben jedoch keine Option. Nach dem schnellen Tenüwechsel in die Regenbekleidung hiess es für den Rest der Etappe: Augen zu und durch.
Eigener Gin und Alpenpanorama
Um 15 Uhr erreichte die Gruppe das Etappenziel Entlebuch. Nach einigen Kaffeepausen und dem dringend nötigen Trocknen der durchgeweichten Kleider wartete bereits das erste Highlight: Unter fachmännischer Anleitung brannten die Teilnehmer ihren eigenen Gin. Gefragt war eine gute Nase beim Zusammenstellen der verschiedenen Gewürze (Botanicals). Nach einer feinen Degustation durfte jeder stolz das eigene Werk verkosten.
Der zweite Tag entschädigte die Töfflibuebe mit schönstem Spätsommerwetter. Die Route führte über Sörenberg und den Glaubenbielen-Pass nach Emmetten. Von dort ging es mit der Seilbahn hoch zum Berggasthaus Niederbauen. Bei einer exklusiven Weinverköstigung und einem anschliessenden Vier-Gänge-Menü genoss die Truppe die atemberaubende Aussicht auf den Vierwaldstättersee und die umliegende Bergwelt.
Technik-Pech und Wiedersehen
Der dritte Tag brachte für einen Fahrer leider kein Glück. Das Töffli von Roman – liebevoll «Greta» genannt – hatte die Nacht alleine im Tal verbracht und quittierte den Dienst mit einem lauten Lagerschaden. Roman musste seine Maschine stehen lassen und die Heimreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln antreten, um «Greta» später mit dem Kastenwagen zu bergen. Auf ihn wartet im Winter einiges an Schraubarbeit.
Die restlichen zehn Fahrer setzten derweil mit der Fähre von Beckenried nach Gersau über. Nach einer gemütlichen Rückfahrt mit diversen Schnupf- und Kaffeepausen erreichten sie schliesslich Mellingen.
Finale im «Andalusia»
Im «Andalusia» kam es zum grossen Finale: Dort trafen die Männer auf ihre Frauen, die parallel ebenfalls einen dreitägigen Ausflug unternommen hatten. Bei knusprigen Pouletflügeli liess die Reisegesellschaft das gelungene Wochenende ausklingen.
Mit dabei beim Schlusshock war auch Garagist Daniel Müller. Er konnte wegen einer Schulteroperation dieses Jahr zwar nicht mitfahren, blickte aber beim gemütlichen Zusammensein nur mit ganz wenig Wehmut auf die glücklichen Rückkehrer. Natürlich schaffte es auch Roman ohne «Greta» pünktlich zum Abschlusshock. (sth/zVg)