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12.11.2024 KolumneHeute Hansjörg Egli (51) aus Mägenwil.
Hansjörg Egli ist in Fahrwangen aufgewachsen und wohnt mit seiner Familie in Meisterschwanden. Er ist seit 20 Jahren Geschäftsführer der ZUSA Einkaufsgenossenschaft unabhängiger Schuhhändler in ...
Heute Hansjörg Egli (51) aus Mägenwil.
Hansjörg Egli ist in Fahrwangen aufgewachsen und wohnt mit seiner Familie in Meisterschwanden. Er ist seit 20 Jahren Geschäftsführer der ZUSA Einkaufsgenossenschaft unabhängiger Schuhhändler in Mägenwil. Die ZUSA bietet seinen Genossenschaftern Dienstleistungen wie zentrale Zahlungsabwicklung, Verträge mit Schuhlieferanten, Weiterbildungen für das Verkaufspersonal und viele weitere Vorteile an.
Sie sind Ihr ganzes Berufsleben schon in der Schuhbranche tätig. Was für einen Stellenwert haben Schuhe im täglichen Leben für Sie?
Schuhe begleiten mich schon seit der Lehrzeit. Meine kaufmännische Ausbildung durfte ich bei der Herrenschuhfabrik Fretz Men in Fahrwangen absolvieren und seit jeher (mit einem kurzen Unterbruch) bin ich in der Schuhbranche tätig. Die letzten 20 Jahre als Geschäftsführer der ZUSA Einkaufvereinigung unabhängiger Schuhhändler in Mägenwil. Ich bin vermutlich der einzige Mann, der mehr Schuhe im Schrank stehen hat als seine Frau.
Wie hat sich die Schuhbranche in den letzten Jahren verändert?
Immer mehr Online-Anbieter kamen auf den Markt. Das führte zu einer Preisaggressivität, die der eine oder andere Filialist im stationären Handel nicht mehr überlebte und deshalb schliessen musste. Unsere Schuhfachgeschäfte sind vorwiegend im Bequemschuh- und Outdoorbereich stark positioniert. Da ist das breite Angebot, die Qualität und die persönliche Beratung wichtig. Wir sind in einer Nische unterwegs und halten uns damit recht gut am Markt.
Sind Online-Anbieter aus dem Ausland eine Gefahr für die heimische Branche?
Jeder Online-Anbieter, der Schuhe verkauft, wirft Schatten über den Schuhdetailhandel. Und der Online-Handel wächst nach wie vor! Somit müssen unsere stationären Schuhfachgeschäfte nicht über den Preis, sondern über viele andere Dienstleistungen wie Qualität, individuelle Beratung usw. überzeugen.
Wie sieht die Zukunft aus für die schweizerische Schuhbranche?
Schuhe braucht es immer. Selten bis eigentlich gar nie sehe ich Leute auf der Strasse, die barfuss unterwegs sind. Ob Online oder stationär, jeder muss einen guten Job machen und dann wird er auch eine gute Zukunft vor sich haben.
Sie wohnen in Meisterschwanden. Gefällt es Ihnen dort besser als in Mägenwil?
Heimtückische Frage. Meisterschwanden ist meine Heimat, da bin ich aufgewachsen. Die idyllische Ruhe da oben und der schöne Hallwilersee vor der Haustüre haben natürlich schon ihren Reiz. Alle, die schon mal in unserer Gegend waren, kennen dieses Gefühl. Aber in Mägenwil lässt es sich gut arbeiten und es hat alles, was es braucht.
Was hat in Ihrem Leben Priorität?
Meine Familie! Meine liebe Frau und meine beiden Töchter holen mich runter, wenn es sein muss und geben mir die nötige Kraft, die täglichen Herausforderungen anzunehmen und erfolgreich zu meistern. Und wenn man dann noch gesund sein darf, was willst du mehr?
Wem würden Sie gerne einmal Ihre Meinung sagen?
Aus aktuellem Anlass: Donald Trump!
Wenn Sie für einen Tag jemand anderes sein könnten, wer wäre das?
Marco Odermatt. Ich bin grosser Skifan seit Kindsbeinen an und strebte selber eine Karriere an, leider mit wenig Erfolg. Ich möchte mal spüren, was es braucht um dermassen die Konkurrenz zu dominieren. Zudem ist er ein toller Typ.
Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
Natürlich meine Familie und auch meine Freunde!
Welchen Ort würden Sie gerne besuchen?
Da gibt es unzählige. Unsere Bucketlist ist voll mit Städten und Ländern. Aber man sollte sich ja auch noch Ziele für nach der Pension aufheben.
Was verbinden Sie mit der vorweihnachtlichen Winterzeit?
Dieses Jahr verreisen wir zum ersten Mal über Weihnachten/Neujahr. Wir holen Verpasstes nach, das wir während Corona tun wollten. Aber Weihnachten mit der Familie zu feiern, das gehört einfach dazu und deshalb feiern wir bereits vor Weihnachten mit den Familien!
Jürgen Wedekind

