Mägenwil: Ein wichtiger Schritt auf der Baufläche Sandfoore, das Baugesuch für eine grosse Wohnüberbauung liegt öffentlich auf
71 Eigentumswohnungen auf fünf Stockwerken umschliessen einen Park mit vielen Bäumen. Die Planung dieses Wohnkomplexes ...
Mägenwil: Ein wichtiger Schritt auf der Baufläche Sandfoore, das Baugesuch für eine grosse Wohnüberbauung liegt öffentlich auf
71 Eigentumswohnungen auf fünf Stockwerken umschliessen einen Park mit vielen Bäumen. Die Planung dieses Wohnkomplexes war herausfordernd. Sie ist aber auch ein Meilenstein in der Entwicklung des Dorfes.
Endlich geht es weiter in der Sandfoore. Mehrere Bauprofile sind im Dreieck zwischen der Industriestrasse und der Alten Bahnhofstrasse ausgesteckt. In diesem Spickel sollen auf fünf Geschossen insgesamt 71 Eigentumswohnungen entstehen (siehe nebenstehender Situationsplan). Zurzeit liegt das Baugesuch bei der Gemeindekanzlei öffentlich auf. Bauherrin ist das eigens für diese Parzelle gegründete «Konsortium Sandfoore Mägenwil», verfasst wurde das Projekt vom Wettinger Büro KMP Architektur.
Es dauerte, bis das Baugesuch spruchreif war. Für die letzte grosse Baureserve in Mägenwil – gemeinsam mit dem benachbarten Areal Wolfboden – war ein Masterplan nötig. Er sollte unter anderem Verbindungswege zwischen Bahnhof, Hauptstrasse und Schule definieren und eine neue Verkehrsachse mit der Dorfmitte bilden. Es folgte ein Rahmengestaltungsplan für das ganze Areal Sandfoore, zu der auch die Villa Strebel gehört. Danach wurden mehrere Teilgestaltungspläne für einzelne Baufelder erarbeitet.
Ein Innenhof und ein grosser Park
Einer dieser Teilgestaltungspläne umfasst den Neubau mit 71 Wohnungen. Auf Anfrage erklärt Salvatore Becca, Projektbegleiter und Architekt beim Büro KMP: «Das Projekt wurde auf der Grundlage eines Gestaltungsplans entwickelt, der die Baufelder und Grünräume bereits definierte. Eine besondere planerische und architektonische Qualität liegt im Zusammenspiel zwischen der konzentrierten, grossmassstäblichen Gebäudefigur und den grosszügigen Freiräumen.» Besonders der weitläufige Innenhof und der angrenzende Park würden einen spannenden Kontrast zur kompakten Bebauung bilden, so der Architekt. Und sie würden eine hohe Aufenthalts- und Wohnqualität schaffen. Dabei sollte auch der Charakter des heutigen Baumgartens bewahrt bleiben.
Die Zufahrt in die geplante Tiefgarage mit 96 Parkplätzen erfolgt über die Industriestrasse. Bei den 71 geplanten Wohneinheiten handelt es sich um mehrheitlich kleinere Wohnungen. Der Wohnungsmix umfasst zu rund zwei Dritteln 2 ½- und 3 ½-Zimmer-Wohnungen sowie zu einem Drittel 4½und 5 ½-Zimmer-Wohnungen. Becca erklärt: «Diese Aufteilung basiert nicht auf einer Vorgabe der Gemeinde, sondern auf einer von der Bauherrschaft durchgeführten Standortanalyse.» Die kleineren Wohnungen würden sich insbesondere für Singles, Paare und ältere Menschen eignen. Die grösseren Wohnungen sind vor allem für Familien und Wohngemeinschaften vorgesehen. «Mit diesem ausgewogenen Wohnungsmix soll den unterschiedlichen Bedürfnissen verschiedener Bevölkerungsgruppen Rechnung getragen werden», sagt Becca. Gefragt nach dem Preisniveau, meint er, dass es sich «um Wohnungen im mittleren Preissegment» handle. In den oberen Stockwerken sind vier Räume für ruhiges Gewerbe vorgesehen, beispielsweise Praxen oder Büros.
Wohnqualität an zentraler Lage
An dieser verkehrstechnisch guten Lage mussten die Projektverfasser eine weitere Herausforderung meistern. Sie mussten die bestehende Lärmsituation bei der Planung sorgfältig miteinbeziehen, um gleichzeitig eine hohe Wohnqualität zu gewährleisten. «Dabei galt es, die Vorteile des sehr gut erschlossenen Standortes zu nutzen und durch eine geeignete Anordnung der Gebäude, Wohnungen und Aussenräume attraktive und möglichst ruhige Wohnsituationen zu schaffen», so Becca.
Das Baugesuch für den Neubau zwischen Alter Bahnhofstrasse und Industriestrasse kann noch bis zum 28. Juli eingesehen werden. Läuft alles nach Plan, erfolgt der Baustart im Frühling 2027. Die Bauherrschaft rechnet mit dem Bezug der ersten Wohnungen im Herbst 2028.
Heidi Hess