Nesselnbach: Hauptübung der Feuerwehr mit einem simulierten Fahrzeugbrand in der Werkstatt der Garage Gratwohl an der Landstrasse
Die Hauptübung der Feuerwehr Niederwil/Fischbach-Göslikon zog am Samstagmittag viele Interessierte nach Nesselnbach. Zusätzliche ...
Nesselnbach: Hauptübung der Feuerwehr mit einem simulierten Fahrzeugbrand in der Werkstatt der Garage Gratwohl an der Landstrasse
Die Hauptübung der Feuerwehr Niederwil/Fischbach-Göslikon zog am Samstagmittag viele Interessierte nach Nesselnbach. Zusätzliche Dramatik entstand durch einen Ernstfall, der nichts mit der Übung zu tun hatte.
Petrus meinte es gut mit der Feuerwehrübung Niederwil/Fischbach-Göslikon, welche diesmal in Nesselnbach stattfand. Genau zum richtigen Zeitpunkt stiess die Sonne durch die Wolken. Man hörte per Lautsprecher, wie ein Mann am Telefon die Feuerwehr alarmiert. Fahrzeug-Brand an der Hauptstrasse in der Werkstatt der Gratwohl-Garage! Der Nesselnbacher Marcel Wehren, neuer Kommandant seit 1. Januar, ergriff das Mikrofon. «So tönt eine Alarmmeldung», erklärte er, «wir möchten euch jetzt zeigen, wie so ein Einsatz läuft.»
Dramatische Momente auf Areal
Rauch steigt aus dem Inneren der Werkstatt auf. Als erstes trifft das Tanklöschfahrzeug (TLF) vor Ort an. Schläuche werden verlegt. Der Ort wird gesichert, der Brand bekämpft. Parallel tritt die Atemschutztruppe auf den Plan und rettet mehrere Verletzte (Figuranten) aus der Werkstatt. Ein Nachbargebäude wird vorsorglich mit Wasser abgespritzt. Alles läuft nach Plan. Nur etwas kommt unvorhergesehen dazwischen: Zufälligerweise ereignet sich im Wohnhaus neben der beübten Werkstatt ein Ernstfall. Eine jüngere Frau ist zusammengebrochen. Sie wird vom Rettungsdienst Neeser AG aus Wohlen besucht und betreut. Die Feuerwehr schirmt sie mit einem Sichtschutz aus Decken ab, als man sie aus dem Haus bringt. An der kurzen Einsatzbesprechung nach der Übung erklärte der Einsatzleiter, dass alle Ziele erreicht worden seien. Die Einsatzleitung habe Unterstützung in der Führung geholt und delegiert. Das Kader habe die Gruppe gut geführt und die Befehle quittiert. Die Mannschaft habe ihr Grundhandwerk gut angewendet.
Der Niederwiler Gemeindeammann Norbert Ender, zu dessen Ressort die Feuerwehr gehört, richtet danach einige Worte an die Feuerwehrleute: «Ich möchte euch danken, dass ihr bereit seid, euch immer für unsere Sicherheit zu engagieren.»
«Keine Golfschläger im Kofferraum»
Die Feuerwehr habe viele neue junge Mitglieder erhalten, das freue ihn. 14 Neue sind eingetreten. Er sei beeindruckt von der Einsatzbereitschaft. «Wie erkennt man Feuerwehrangehörige?», fragt Ender humorig, «er oder sie haben keinen Golfschläger, sondern ihre Einsatzkleidung im Kofferraum.» Danach schreitet die Mannschaft zum verdienten Apéro. Vorher dankt Kommandant Marcel Wehren aber noch dem lokalen Gewerbe der Trägergemeinden für die mannigfaltige Unterstützung der lokalen Feuerwehr. Die Zuschauenden hatten viel Spass an der Übung. Marianne Lembke, die früher in Fischbach-Göslikon und heute in Bremgarten wohnt, war mit ihren drei Enkelkindern vor Ort. «Mein Sohn Aaron ist in der Feuerwehr», erzählt sie. «Wenn ihr Vater einen Einsatz hat, spielen sie zu Hause mit Begeisterung alles nach.»
Marc Benedetti