Eintauchen in eine kunstvolle Wasserwelt
07.08.2026 Fischbach-GöslikonFischbach-Göslikon: Am Samstag, 8. August, findet im Atelier Pot au feu die Vernissage «Wasserwelten» von Martin Hufschmid statt
Martin Hufschmid lädt zu einer Reise in «Wasserwelten» ein. Der Künstler liess sich dabei von seinen Reisen in die ...
Fischbach-Göslikon: Am Samstag, 8. August, findet im Atelier Pot au feu die Vernissage «Wasserwelten» von Martin Hufschmid statt
Martin Hufschmid lädt zu einer Reise in «Wasserwelten» ein. Der Künstler liess sich dabei von seinen Reisen in die Bretagne inspirieren. Entstanden sind rund 40 Kunstobjekte.
Besuchende können bei der neuen Ausstellung von Martin Hufschmid in Wasserwelten abtauchen. Die Kunstobjekte hat Hufschmid, aufgewachsen in Nesselnbach, in seinem Atelier Pot au feu bestens in Szene gesetzt. So scheinen die von ihm geschaffenen Fische, Meerestiere und -pflanzen durch den Ausstellungsraum zu gleiten. Sie sind an Fäden an einem netzähnlichem Gitter befestigt, der Meeresgrund bildet grober Kies, Steine, Schwemmholz und scheinbar angeschwemmte Sachen.
Mehrere Aufenthalte in der Bretagne haben Martin Hufschmid zur gestalterischen Auseinandersetzung mit der Wasserwelt inspiriert. Sie zeigte sich dem Künstler zwischen Ebbe und Flut, Wasser, Luft und Land. Es ist eine fragile, fliessende Grenzlinie, die einen faszinierenden, aussergewöhnlichen Lebensraum abbildet. Dieser reflektiert die überschäumende Urkraft und Stärke des Lebens genauso, wie seine Verletzlichkeit. So unter anderem durch den Klimawandel, die Umweltverschmutzung und Überdüngung.
Auto vollgepackt mit Trouvaillen
Für seine Werke verwendet Hufschmid vor allem Materialien, welche er während seinen Ferien im Frühjahr in der Bretagne sammelte. So unter anderem Kelp (getrocknete Algen), ein getrockneter Blütenstängel einer Agave, diesen fand er am Boden beim botanischen Garten, und angeschwemmtes Treibholz. «Das Auto war bis zum Dach mit gefundenem Mateial gefüllt», sagt Hufschmid. Doch auch eine Trouvaille aus einer Brocki, ein gedrehter Gehstock, war im Gepäck mit dabei. «Den Agavenstängel habe ich zu Hause in eine bretonische Seeschlange verwandelt», sagt der Künstler. Seine Wasserwelten-Objekte fertigte er aus Strandgut, Holz, Stein und Metall.
40 Kunstobjekte werden gezeigt
An der Ausstellung ist eine Vielfalt an Fischen und Meeresbewohnenden zu sehen. So auch ein Kugelfisch. «Ich habe ihn aus einer alten Bocciakugel gefertigt, welche ich aus einem Abbruchobjekt im Tessin mitnahm. Die Kugel ist aus Edelkastanienholz und wurde dort zur Befestigung der Rauchklappe gebraucht» führt Hufschmid aus. Die Stacheln fertigte er aus Riesen-Mikado-Stäbchen an. Ein kleiner Fisch entstand hingegen aus getrockneten Algen. Alle von Hufschmid gestalteten Objekte für die Ausstellung überraschen durch unterschiedliche Materialien und das Gestalterische. Der Künstler versteht es, damit zu experimentieren und diese in ein Kunstwerk zu verwandeln. Wichtig ist Hufschmid bei den Fischen der Gesichtsausdruck. «Mir muss der Ausdruck gefallen», sagt er. So gibt es Fische, die schmunzeln, brummig oder gar grimmig dreinschauen. «Ich gehe intuitiv an meine Arbeiten heran. Kein Objekt ist gleich.» Nebst hängenden Fischen und anderen Meeresbewohnern, gibt es auch grosse Stelen aus Platanen-Holz. Sie erinnern an übergrosse Seegräser. Aber auch Meeresanemonen aus gebläutem Blech, welche der Künstler in verschiedenen Schritten zusammenschweisste und Algen aus Hardox-Stahlplatten, die zuvor als Unterlage beim Sandstrahlen verwendet wurden, sind zu sehen. Sie werden auf selbst gefertigten Säulen als Einrahmung der Unterwasserwelt präsentiert. Die Säulen fertigte Hufschmid aus Teilen seines alten Bahnhofs, er steht auf seinem Grundstück. «Die Ausstellung wurde zu einer Art bretonischem Aquarium», sagt er. In der Bretagne besuchte Hufschmid ein Aquarium, vor allem mit Fischen aus dem Ärmelkanal. «Dieser Besuch faszinierte und motivierte mich zu Hause meine eigene Wasserwelt zu kreieren.»
Debora Gattlen
Die Vernissage Wasserwelten findet am Samstag, 8. August, von 14 bis 18 Uhr an der Brühlmattenstrasse 26 statt. Weitere Öffnungszeiten unter: pot-aufigoe.ch



