Oberrohrdorf: Mit dem Spatenstich auf der Bänkliwiese ist Baubeginn für Café, Laden und 23 Eigentumswohnungen
Was haben die Bänkliwiese und die Kölner Rockband BAP gemeinsam? Die Antwort ist schlicht: Ein Songtitel der Band passt bestens zu den Jahren, die ...
Oberrohrdorf: Mit dem Spatenstich auf der Bänkliwiese ist Baubeginn für Café, Laden und 23 Eigentumswohnungen
Was haben die Bänkliwiese und die Kölner Rockband BAP gemeinsam? Die Antwort ist schlicht: Ein Songtitel der Band passt bestens zu den Jahren, die ins Land gezogen sind, bis auf der Bänkliwiese endlich gebaut werden konnte.
Verdammt lang her», sang die Kölner Band BAP erstmals im Jahr 1981. Eine Textzeile, die bestens zum Spatenstich auf der Bänkliwiese passe, begrüsste Philip Doka eine grosse Gruppe auf der Bänkliwiese. Doka ist Geschäftsführer bei Wetter Industrie- und Gewerbebau sowie Wetter Immobilien AG. Vor ihm standen Mitglieder der Familie Wetter, die die Bauherrschaft für die Überbauung mit 23 Eigentumswohnungen in drei Mehrfamilienhäusern innehat. Vor Ort waren auch die Architekten Maurizio De Santis und Emanuel Schoop, deren Büro das Projekt geplant hatte, Vertreter des Gemeinderats Oberrohrdorf, von Coop, weil auf der Bänkliwiese ein Coop Supermarkt gebaut werden soll und von der Firma Markstein, die mit dem Verkauf der Wohnungen beauftragt wurde.
Spaten und Helme liegen bereit, auch ein Bagger wurde aufgefahren. Zunächst aber erklärte Doka, warum «Verdammt lang her» so gut zum Projekt Überbauung Bänkliwiese passt. 2015 habe die Familie Wetter den Kaufvertrag für das Grundstück unterzeichnet. Das Konzept für die Überbauung in der Zentrumszone lautete «Wohnen, Einkaufen und Begegnung». In ihrer Planung mussten die Architekten die Zentrumsfunktion berücksichtigen neben einer Wohnzone mit Einfamilienhäusern. Dafür musste ein Gestaltungsplan erarbeitet werden. Nachdem das Baugesuch eingereicht worden war, gab es Einwendungen. Aber im Jahr 2024 lag die Baubewilligung endlich vor. Erneut wurde das Projekt leicht optimiert. «Uns ist bewusst, dass wir unser Bauvorhaben in einem anspruchsvollen Umfeld planten. Das war», schloss Philip Doka seine Ansprache, «für alle Beteiligten ein grosser Aufwand».
Architekt Maurizio De Santis erklärte denn auch, dass sie wirklich glücklich seien, heute hier zu stehen. Seit 2017 stehe das Konzept. «Fast zehn Jahre lang wurden Probleme gelöst», erklärte De Santis, «ohne dass vom grundsätzlichen Konzept abgewichen wurde.» Er dankte der Bauherrschaft für das Vertrauen und hofft nun auf einen «reibungslosen und vor allem unfallfreien Bauablauf». Bauherr Hans Peter Wetter nahm den Faden auf: «Ich bin gottenfroh, können wir heute starten.» Das Projekt Bänkliweise werde eine tolle Sache, die Wohnungen in den drei Mehrfamilienhäusern liegen in zwei Minuten Gehdistanz zu Kirche, Restaurant «Roter Löwen», Gemeindehaus und Coop Supermarkt. – Der geplante Coop wird im 4300-Seelen-Dorf der zweite Lebensmittelladen. Neben dem Gemeindehaus gibt es bereits einen Volg mit Metzgerei und Post, der sich im Dorf grosser Beliebtheit erfreut.
Dann endlich wurde zu den Spaten gegriffen und die ersten Erdschollen aus der Bänkliwiese gehoben.
Heidi Hess