Beim Grumetweg mussten aus Sicherheitsgründen einige Weiden am Ufer zurückgestutzt werden
Die Bäume waren zu schwer. Sie drohten, in die Reuss zu kippen und grosse Löcher in die Böschung zu reissen. Deshalb wurden die Weiden von Forstwarten gekürzt.
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Beim Grumetweg mussten aus Sicherheitsgründen einige Weiden am Ufer zurückgestutzt werden
Die Bäume waren zu schwer. Sie drohten, in die Reuss zu kippen und grosse Löcher in die Böschung zu reissen. Deshalb wurden die Weiden von Forstwarten gekürzt.
Am Uferweg entlang der Reuss wurden die Stämme einiger Weiden Ende letzter Woche um ein paar Meter gekürzt. «Aus Sicherheitsgründen», wie Heinz Haller, Besitzer der Parzelle zwischen Grumetweg und Reuss unterhalb der Frigemo, erklärte. Für die Pflege dieses privaten Uferstücks komme der Kanton nicht auf. Zuständig sei er selbst als Grundstückbesitzer. Haller ergänzte, die Entlastung der grossen Weiden, deren Äste schwer in Richtung Fluss hingen, sei nötig gewesen, damit der Weg sicher bleibe. Es bestehe ansonsten das Risiko, dass die Bäume aufgrund ihres Gewichts in die Reuss stürzen und im Wurzelbereich grosse Löcher am Uferhang hinterlassen könnten. In der Folge würde der Uferweg unterspült. Das gelte es aus Sicherheitsgründen zu verhindern.
Er trage auch die Verantwortung, wenn ein Ast auf den Uferweg falle, meinte Haller. «Oder ein Biber das Ufergelände mit seinem Höhlensystem untergräbt, die Böschung einbricht und der Weg unpassierbar wird». Sollte ein Ast in die Reuss fallen und Bootfahrende treffen, sei er ebenfalls verantwortlich. Haller beauftragte ein Holzbauunternehmen, das sich um eine naturnahe Pflege kümmerte. Ausserdem wurden 15 neue Weiden entlang des Uferwegs gepflanzt.
Die Weiden wachsen rasch nach
Am Freitagmorgen fuhr ein Traktor mit Anhänger vor, auf dessen Laderampe Baggerschaufel und Greifer installiert sind. Innert kurzer Zeit waren die Baumstämme abschnittweise zersägt, mit den Greifern weggehoben und zum Abtransport bereit. Ein Beobachter bemängelte das «grobe» Vorgehen mit Baggerschaufeln: Das zu sehen, tue ihm weh, zudem seien auch Stämme in der Reuss gelandet.
Tatsächlich wurde die Rinde einiger Stämme beim Entfernen durch die Greifschaufeln leicht gequetscht und in Mitleidenschaft gezogen. Der mit den Arbeiten beauftragte Forstwart meint hingegen, die Weiden seien robust und würden rasch nachwachsen. Innert zwei Jahren würden sie erneut ausschlagen. Den Abschnitt eines Baumstamms, der ins Wasser fiel, hätten sie aus der Reuss gefischt. Zahlreiche Äste wurden ausserdem neben den Stämmen aufgeschichtet. Wie der Forstwart erklärte: «Eine Massnahme, die dem Biber zugute kommt.»
Heidi Hess