Patrick Oldani lebt mit seiner Familie in Tägerig. Der Einkaufsleiter ist Mitglied des Gemeinderates. In der Freizeit ist er gerne in der Natur unterwegs, unternimmt etwas mit der Familie oder werkelt am Haus oder im Garten.
In einem Monat sitzen wir, wenn alles gut geht, im ...
Patrick Oldani lebt mit seiner Familie in Tägerig. Der Einkaufsleiter ist Mitglied des Gemeinderates. In der Freizeit ist er gerne in der Natur unterwegs, unternimmt etwas mit der Familie oder werkelt am Haus oder im Garten.
In einem Monat sitzen wir, wenn alles gut geht, im Flieger. Sofern niemand erkrankt, meinte die Google KI, sollte es dann noch genügend Kerosin haben und somit relativ sicher sein, in einem Monat wegzufliegen.
Weiter zum Engpass: Wir müssen uns in Kloten auf einen absoluten Spitzentag mit sehr hohem Passagieraufkommen einstellen, da an unserem Abflug-Wochenende in zahlreichen Schweizer Kantonen die Sommerferien beginnen. An Wochenenden im Juli wird am Flughafen regelmässig die Marke von 100 000 Passagieren pro Tag überschritten. Damit ist an den Check-in-Schaltern, bei der Gepäckabgabe und an den Sicherheitskontrollen mit deutlich längeren Wartezeiten als gewöhnlich zu rechnen.
«Frühzeitig anreisen», heisst es weiter: Seien Sie für diesen Interkontinentalflug mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen! Wegen der Luftraumsperrungen im Nahen Osten umfliegt die Airline die Konfliktzonen grossräumig (z. B. nördlich über die Türkei/Kaukasus). Der Direktflug von Zürich nach Bangkok dauert dadurch aktuell rund 1.5 bis 3 Stunden länger als üblich. Uuuhh! Jetzt wird es plötzlich kritisch – sollten wir länger fliegen, wird die Umsteigezeit knapp. Also veranlasse ich nun, dass meine Frau hier eingreifen muss und unseren Anschlussflug ins Ferienparadies verschiebt. Sicher ist sicher! Sie hat das zwar alles schon seit Oktober in Planung, aber die Umleitung ist neu. Purer Luxus zusätzlich zu einem solch langen Flug ist es nämlich, nicht wegen eines Anschlusses durch den Flughafen hetzen zu müssen.
In Helsinki hatte ich beruflich so ein Erlebnis. Wegen Schnee und starkem Wind war der Flieger nach Hause nachmittags um zwei Uhr ca. 30 Minuten zu spät in Estland angekommen. Ergo waren wir dann zu spät unterwegs nach Helsinki und mussten dort noch Ehrenrunden kreisen. Mein Anschluss nach Zürich hatte bei der Landung nur noch zehn Minuten zum Boarden. Das Gate nach Zürich war, wie könnte es auch anders sein, komplett am anderen Ende des Flughafens. Ich war dann der Letzte, der den Flieger nach 1,5 km Gehdistanz komplett ausser Atem noch erreichte. Kaum setzte ich mich hin, kam die Durchsage aus dem Cockpit, dass wir wegen zu vielen ankommenden Flügen etwa mit einer Stunde Verspätung starten werden. In Mellingen hat es dann glücklicherweise noch auf das letzte Postauto gereicht. Beim Reisen also wichtig: Genügend Zeit!