Niederrohrdorf: Eine Besucher- und Informationsplattform soll künftig helfen, das «Taumoos» zu schützen
Das «Taumoos» im Wald von Niederrohrdorf ist eines der letzten verbliebenen Hochmoore im Kanton und ein Naturreservat. Besucherinnen und Besucher ...
Niederrohrdorf: Eine Besucher- und Informationsplattform soll künftig helfen, das «Taumoos» zu schützen
Das «Taumoos» im Wald von Niederrohrdorf ist eines der letzten verbliebenen Hochmoore im Kanton und ein Naturreservat. Besucherinnen und Besucher sollen es erleben, ohne die Natur zu zerstören.
ktuell liegt ein Baugesuch für eine sogenannte Besucherlenkungsund Informationsplattform bei der Gemeinde auf. Bauherrschaft ist die Ortsgemeinde Niederrohrdorf, in deren Besitz sich das «Taumoos» befindet. Als Projektverfasser zeichnet der Forstbetrieb Reusstal, der die Plattform umsetzen wird, verantwortlich. Geplant ist eine 3 x 4 Meter grosse Holzplattform mit Handlauf und Infotafel im Norden des «Taumoos». Die gesamte Plattform, die rund 70 Zentimeter aus dem Moor ragt sowie die begleitende lnformationstafel werden aus Eichen- und Akazienholz erstellt. Für die Befestigung der Stützen werde bewusst auf Beton verzichtet, um den Eingriff in die Natur möglichst gering zu halten, heisst es im Baugesuch. Ziel der Baumassnahme ist es, das Hochmoor im Waldgebiet von Niederrohrdorf besser zu schützen und dennoch für interessierte Besucherinnen und Besucher zugänglich zu machen. Gleichzeitig soll der bestehende Trampelpfad, der heute im Nordosten vom Waldweg in das sensible Hochmoor führt, definitiv verschlossen werden. «Der Pfad ist eigentlich nicht erwünscht in dem Naturschutzgebiet. Grundsätzlich ist der Aufenthalt im Schutzgebiet nicht erlaubt», erklärt Susann Hunziker, stellvertretende Leiterin Abteilung Planung und Bau in Niederrohrdorf. Man habe das bisher nur toleriert. Über die neue Plattform können Interessierte künftig das gesamte Hochmoor von der Nordseite aus beobachten – ohne dabei das empfindliche Gebiet betreten zu müssen. Der bestehende Damm sowie der Wassergraben verhinderten zusätzlich den direkten Zugang zum Hochmoor und trügen damit wesentlich zum Schutz dieses wertvollen Lebensraums bei, heisst es in den Unterlagen. «Der Wald ist gemäss kantonalem Richtplan möglichst frei von Bauten und Anlagen zu halten», so Hunziker. Daher brauche es für die Umsetzung eine Ausnahmebewilligung des Kantons auf Grundlage des Raumplanungsgesetzes. Zunächst liegt das Baugesuch aber noch bis zum 31. Juli öffentlich auf.
Michael Lux