Mellingen: Die Spitex Heitersberg zieht im November als erste Mieterin in den neuen Gewerbepark Gheid ein
Die Spitex Heitersberg ist die Hauptmieterin des entstehenden Neubaus Gewerbepark Gheid. Die Organisation zieht in einigen Wochen von Fislisbach nach Mellingen ...
Mellingen: Die Spitex Heitersberg zieht im November als erste Mieterin in den neuen Gewerbepark Gheid ein
Die Spitex Heitersberg ist die Hauptmieterin des entstehenden Neubaus Gewerbepark Gheid. Die Organisation zieht in einigen Wochen von Fislisbach nach Mellingen um.
Im April 2025 erfolgte der Aushub, im Juni dann der Spatenstich. Nun ist nach 1,5 Jahren der Innenausbau des Gebäudes mit der Fassade aus dunklen Solarpanels im vollen Gange. Der ganze zweite Stock ist für die Spitex Heitersberg reserviert, welche einen 10-jährigen Mietvertrag abgeschlossen hat. Mitte November ziehen 125 Personen ein. «Wir sind nervös, dass alles klappt. Aber wir freuen uns natürlich», sagt Andreas Mahler, Leiter Finanzen und Dienste. Er und die Geschäftsführerin Claudia Wippl zeigten dem Reporter bei einer kurzen Besichtigung die noch leeren, hellen und modernen Räume. «Der Umzug ist ein Quantensprung für unsere Organisation», sagt Wippl. Innert zwölf Jahren habe sich die Mitarbeiterzahl der Spitex verdoppelt. Circa 20 Personen werden Büros erhalten, weitere 30 Tische stehen zur Verfügung für die Spitex-Angestellten, um die immer wichtiger werdende Administration zu erledigen. «Gegen 15 bis 16 Uhr, wenn die Mitarbeitenden jeweils zurückkommen, wird es im Grossraumbüro wie im Bienenhaus zugehen», sagt die Geschäftsführerin. Damit auch Ruhe gewährleistet und vertrauliche Telefonate geführt werden können, stehen zwei «Telefon-Kabinen», sogenannte Muteboxes, in einem Raum. Laut Andreas Mahler gibt es noch Reserveraum in Mellingen, welcher an Gesundheitsanbieter untervermietet werden kann. Den heutigen Standort an der Schönbühlstrasse 1b beim Lindenkreisel in Fislisbach wird die Spitex aufgeben.
Die kurze Besichtigung erfolgte im Rahmen einer verspäteten Aufrichtefeier, bei welcher die Bauherrschaft allen am Bau Beteiligten ein Mittagsmahl offerierte. «Ihr habt ein Dankeschön verdient», erklärte der Bauherr Mark Käppeli am Mittwoch. Circa 100 Personen aus 25 Sparten und Subunternehmen hätten am Bau mitgearbeitet. Er sei beeindruckt gewesen vom Tempo. «Jede Sparte hat sich eingesetzt und mit den anderen zusammengearbeitet. Unser Architekt Daniel Juchli hat sich reingekniet und mit allen Fachplanern Lösungen gesucht», sagte Käppeli. Eine Herausforderung sei zum Beispiel die unklare Höhe des Grundwasserspiegel gewesen. Der mittlere Grundwasserspiegels liege unterhalb der Tiefgarage.
Vorschriften bei Neubau zu erfüllen
Er komme zwar selbst aus der Baubranche und habe gedacht, das Gebäude sei «eine einfache Kiste». «Ich habe mich aber über 1000 Details und Vorschriften belehren lassen müssen», erklärte Käppeli. Zum Beispiel zum Brandschutz; auch mussten die Treppenhäuser erdbebensicher gebaut werden mit zusätzlichen Armierungen. Beeindruckt habe ihn auch die Heiz- und Haustechnik. «Diese macht einen grösseren finanziellen Anteil an den Baukosten des Gebäudes aus.» Das Holz für den Innenausbau des 50 Meter langen und 25 Meter breiten Gebäudes lieferte ein Nidwaldner Unternehmen. Der Gewerbepark Gheid ist bald bezugsbereit. Laut dem Bauherrn sind noch 200 Quadratmeter Büro und zwei Workboxen frei. Der Rest ist vermietet. Mieter sind das auf Photovoltaik-Anlagen spezialisierte Büro Alpen Energie aus Aesch/BL sowie die Mellinger Unternehmen Stojoski Transport GmbH und Zijadic Reinigung. Nach dem offiziellen Teil genossen die Anwesenden das von der Reussthal Metzgerei servierte Zmittag.
Marc Benedetti