Tägerig: Beim Kirchenkonzert des Musikvereins gab der neue Dirigent Thomas Kohler sein Debut
Anfang Jahr übernahm Thomas Kohler die musikalische Leitung des Musikkorps. Er ist unter anderem Spielführer im Offiziersgrad bei der Armee. Sein Willkommenskonzert in der ...
Tägerig: Beim Kirchenkonzert des Musikvereins gab der neue Dirigent Thomas Kohler sein Debut
Anfang Jahr übernahm Thomas Kohler die musikalische Leitung des Musikkorps. Er ist unter anderem Spielführer im Offiziersgrad bei der Armee. Sein Willkommenskonzert in der Kirche am Sonntag begeisterte mit anspruchsvoller und konzertanter Blasmusik.
Fulminant legten die Musikantinnen und Musikanten des MV Tägerig los mit der Komposition «Fanfare for a Celebration» des Belgiers Charles Michiels. Dieses kurze aber markante Werk ist eine ausgezeichnete Wahl zur Eröffnung eines Kirchenkonzerts mit ernster Musik. Die verschiedenen Register verschmolzen ineinander, auch unterstützt durch die spezielle Akustik in der Kirche. Wie dem Titel zu entnehmen ist, haben hier die Trompeten eine Führungsposition inne. Der Titel sollte die Konzertbesucherinnen und Konzertbesucher «gluschtig» auf mehr machen, erklärte Ansager Stefan Mayer.
Ein Willkommenskonzert
Dieses Frühlingskonzert war speziell angesetzt worden, um Dirigent Thomas Kohler willkommen zu heissen und ihn und sein Können dem Publikum vorzustellen. Das anspruchsvolle Repertoire hatte Kohler zusammen mit der Musikkommission ausgearbeitet. Man verzichte dafür auf eine Teilnahme am Eidgenössischen Musikfest, welches in den nächsten Tagen in Biel beginnen wird, erklärte Kohler.
Die Musik aus dem Krimi «The Da Vinci Code – Sakrileg» widerspiegelt die Verworrenheit und die grossen Spannungen in diesem Streifen. Die getragenen Melodien mit den dissonanten Akkorden stammen aus der Feder des deutschen Komponisten Hans Zimmer. Arrangiert für Blasmusikformationen hatte sie der Belgier Frank Bernaerts. Als leichtere musikalische Kost erwies sich die packende Titelmelodie «Only Love» aus der TV-Serie «Mistrals Tochter; die griechische Schlagersängerin Nana Mouskouri hatte mit dieser Melodie einst einen Welthit gelandet. Auch der niederländische Violinist und Orchesterleiter André Rieu hatte den Song in sein Repertoire aufgenommen. Das Stück begeisterte und tosender Applaus war die Folge. Der Konzertmarsch «Crucifixus», ein Meisterwerk des spanischen Komponisten José Alberto Pina, verbreitete eine traurige und melancholische Stimmung. Dazwischen überraschten aber auch majestätische Passagen.
Höhepunkt des Konzerts war die Ouvertüre «Il Postiglione d’Amore», ein Werk des niederländischen Musikers Alfred Bösendorfer. Er verarbeitete eine Liebesgeschichte in einer eleganten Ouvertüre im Stil des bekannten Italieners Gioachino Rossini. Die Liebesmelodien mit den prägnanten Flöteneinlagen vermochten hell zu begeistern und das Stück wurde sogar rausgeklatscht. Vereinspräsident Pascal Herzog überreichte dem debütierenden Dirigenten danach ein Willkommensgeschenk und eine Flagge der Gemeinde Tägerig. Das begeisterte Publikum verlangte zwei Zugaben und so klang der Nachmittag aus mit dem Marsch «Feurig Blut».
Peter Thomann