Edith Nielsen wuchs auf am Zürichsee, arbeitete im Buchhandel in Neuchâtel, London, Zürich und Davos, ferner als Sekretärin von Zirkus Knie, bei BBC und Sterk-Kinos, und war tätig für Terre des Hommes und Helvetas. Sie wohnt beim Hexenturm in Mellingen.
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Edith Nielsen wuchs auf am Zürichsee, arbeitete im Buchhandel in Neuchâtel, London, Zürich und Davos, ferner als Sekretärin von Zirkus Knie, bei BBC und Sterk-Kinos, und war tätig für Terre des Hommes und Helvetas. Sie wohnt beim Hexenturm in Mellingen.
Natürlich nicht! Im vergangenen Sommer hätte der Asphalt einem ja die Fusssohlen verbrannt. Aber das wird sich bald ändern: Mellingen hat entschieden. Jetzt kommt Schwung in die zubetonierte Welt, mehr Zugang zum geheimnisvollen Erdreich! Ein neuer Stadtteil wird entstehen. Neue Strässchen und Quartiere, durch eine grüne Allee mit der Altstadt verbunden; Menschen, die sich von Fenster zu Fenster winken, oder unter Bäumen plaudernd verweilen. Direkt vor der Haustüre wird man Natur erfahren. Fern von Asphalt lernen Kinder fürs Leben: Ein Käfer zum Beispiel, bei dem sie beobachten, wie er bei Gefahr auf den Rücken fällt, damit der Feind ihn tot glaubt und nicht schnappt. Oder ein Regenwurm, der im Gärtchen aus Versehen mit der Hacke zweigeteilt wird, dessen Kopfteil jedoch fröhlich weiterlebt! Und, Achtung, Action: Eine Eidechse, die in sonnendurchwärmter Gasse von der Katze erwischt wird, sie kann den Schwanz fallen lassen und flüchten. Im Vergleich: Wenn der Mensch ein Glied verliert, ist er invalid, wenn es gar der Kopf wäre, dann Tschüss!
Und eben: Vom Coop, wo immer er dann steht, bis zum Rathaus wird der Weg barfuss begehbar sein. Gratis-Fussmassage! Auf saftigem Gras wird man die Kraft der Erde tanken, und manche werden beim «Grünen Herzen für alle Generationen» (Lindenplatz) Bäume umarmen und Taj-Chi-Übungen machen. Alles in naher Zukunft in Mellingen erfahrbar! Man muss nur darauf gefasst sein, bei aller euphorischen Planung für «Zukunft mit Natur»: Bei nassem Wetter könnte man auf braune Schnecken treten! Auch der Fuchs wird das weiche Grün schätzen und sich sein Revier markieren, und nachts werden Marder mit ihren Jungen herumtollen; also nie ohne Stirnlampe los!
Alle diese grünen Zonen, stelle ich mir vor, sind bei Bedarf in fruchtbare Äckerchen umwandelbar. Kartoffeln, Salat und Gemüse. Unverzichtbar für uns! Denn wir können nicht einfach wieder spezialisierte «Fleischfresser» werden wie zur Steinzeit. Dazu fehlen uns die hintersten Zähne und auch die Eckzähne sind nicht mehr, was sie damals waren.
Aber vorläufig freuen wir uns auf die lichtvolle Hauptgasse in der Altstadt. Der Belag ist so wunderschön geworden! Darum grosse Anerkennung für die Arbeit all der Fachkräfte, die seit dem Spatenstich unter wie über dem Boden geschuftet haben! Selbst bei grösster Hitze! Hut ab! Und herzlich Danke!