Wohlenschwil: Die Gemeindeversammlung sagte «Ja» zum Verkauf einer Parzelle und zum Kauf eines Grundstücks
Keine Fragen, keine Diskussionen – die Wohlenschwilerinnen und Wohlenschwiler sind zufrieden und sagten zu allen acht Traktanden «Ja». ...
Wohlenschwil: Die Gemeindeversammlung sagte «Ja» zum Verkauf einer Parzelle und zum Kauf eines Grundstücks
Keine Fragen, keine Diskussionen – die Wohlenschwilerinnen und Wohlenschwiler sind zufrieden und sagten zu allen acht Traktanden «Ja».
Immerhin 85 Wohlenschwilerinnen und Wohlenschwiler machten sich am Mittwochabend auf den Weg in die Halle blau. Dort ging es um die Rechnung 2025, Kreditabrechnungen, einen Zusatzkredit für eine Strassensanierung sowie um einen Landkauf und einen Landverkauf. Diskussionen gab es bei keinem Traktandum.
Die Verwaltungsrechnung 2025, präsentiert von Frau Vizeammann Yvonne Spreuer, schloss mit einem Gewinn von 128 839 Franken: «Ein erfreuliches Ergebnis. Die Gemeinde verfügt heute über sehr gute Finanzen.» Zustandegekommen sei das positive Ergebnis dank höherer Steuereinnahmen. «Zwar steigen die Einnahmen, die Ausgaben aber leider auch», ergänzte sie. Fast die Hälfte aller Ausgaben, 47 Prozent, fliesst in Wohlenschwil in die Bildung. Ohne Gegenstimme und diskussionslos wurde die Rechnung genehmigt. Auch die drei Kreditabrechnungen zur Erneuerung der Museumstrasse und der Mühlemattstrasse, zum Hochwasserschutz Laubisbach und zur Teilrevision der Bau- und Nutzungsordnung wurden gutgeheissen – überall war der Kredit unterschritten worden.
Kostspieliger wird die Erneuerung der Hägglingerstrasse, für welche 2021 ein Kredit von 1,73 Millionen Franken genehmigt worden war. Nun beantragte der Gemeinderat einen Zusatzkredit über 885 000 Franken. «Eine grosse Summe», bestätigte Gemeinderätin Gabriela Keller. Weil es bei der Hägglingerstrasse aber eng sei, vor allem für Fussgängerinnen und Fussgänger, waren Landerwerbsverhandlungen mit zahlreichen Privateigentümern nötig. Das beanspruchte Zeit, in welcher die Bauarbeiten der Teuerung ausgesetzt waren. Mit 66 Ja-Stimmen gegenüber 3 Nein-Stimmen und 9 Enthaltungen wurde der Zusatzkredit genehmigt. Für die Sanierung des Mooswegs Süd genehmigte der Souverän grossmehrheitlich einen Baukredit von 300 000 Franken.
Landkauf – «einmalige Gelegenheit»
Diskussionslos und mit grosser Mehrheit wurde auch dem Verkauf der Parzelle 282 an der Büeblikerstrasse, die hier direkt an die Lenzburgerstrasse grenzt, zugestimmt. Für die 774 Quadratmeter Land zum Marktpreis von 800 Franken pro Quadratmeter erhält die Gemeinde von den beiden Käufern insgesamt 619 200 Franken.
Schliesslich genehmigten die Stimmberechtigten mit 57 zu 16 Stimmen den Kauf eines Grundstücks mit einem Einfamilienhaus neben der Schule. Kostenpunkt: 1,325 Millionen Franken. Der Gemeinderat hatte diesen Land- und Immobilienkauf an guter Lage als «einmalige Gelegenheit» zur Annahme empfohlen. Das sah eine Mehrheit der Anwesenden ebenso.
Nach einer Stunde waren die Traktanden durch und die Versammlung traf sich im Foyer und auf dem Pausenplatz zum Apéro.
Heidi Hess