Region: Kanton veröffentlicht Bevölkerungsstatistik für 2025. Das sind die Zahlen für die «Reussbote»-Gemeinden
Wie schon in den vergangenen Jahren hat die Bevölkerung im Kanton auch 2025 leicht zugelegt. In den Gemeinden der Region zeigt sich ein ...
Region: Kanton veröffentlicht Bevölkerungsstatistik für 2025. Das sind die Zahlen für die «Reussbote»-Gemeinden
Wie schon in den vergangenen Jahren hat die Bevölkerung im Kanton auch 2025 leicht zugelegt. In den Gemeinden der Region zeigt sich ein gemischtes Bild. Doch in den letzten zehn Jahren wuchsen diese alle – teils sogar rapide.
Die Statistik, die der Kanton kürzlich veröffentlichte, zeigt ein Bevölkerungswachstum von 1,1 Prozent im Aargau. Ende 2025 lebten hier 743 643 Menschen – 8107 mehr als noch 2024. Die Einwohnerzahl des Kantons steigt damit fast im gleichen Masse wie im Vorjahr. Und das, obwohl die Zahl der Geburten um 1,8 Prozent auf 6193 sank, während die Zahl der Todesfälle mit 5559 um 3,4 Prozent gestiegen ist. Das bedeutet einen Rückgang des Geburtenüberschusses um über 30 Prozent. Der grösste Faktor beim Bevölkerungszuwachs sind laut Statistik jedoch Zuwanderungen. Aus dem Ausland sind 2025 genau 4484 Personen mehr zu- als weggezogen, aus den Zuwanderungen aus anderen Kantonen resultiert darüber hinaus ein Plus von 2175 Personen. Auch die interkantonale Mobilität zwischen den Aargauer Gemeinden ist hoch. Je rund 30 000 Zu- und Wegzüge wurden innerhalb des Kantons verzeichnet.
Geringe Mutationen in 2025
Betrachtet man nur die absoluten Einwohnerzahlen des vergangenen Jahres, fallen die Zu- und Abnahmen der Gemeinden im «Reussbote»-Einzugsgebiet nicht sehr ins Gewicht. Sie liegen maximal im zweistelligen Bereich (siehe Tabelle). Mit einem Plus von 78 Personen war der Bevölkerungszuwachs in Mägenwil 2025 am höchsten, gefolgt von Niederrohrdorf (+59) sowie Birrhard (+32) und Wohlenschwil (+24). Einige Gemeinden verzeichneten im letzten Jahr aber auch minimale Bevölkerungsrückgänge. Das grösste Minus wies mit 17 Personen Oberrohrdorf auf. Tägerig, Fislisbach, Stetten, Mellingen und Niederwil verzeichneten einen einstelligen Rückgang.
Birrhard wuchs am stärksten
Aussagekräftiger ist jedoch der Vergleich zwischen dem Bevölkerungsstand Ende 2015 und Ende 2025. In den letzten zehn Jahren legten alle 13 Gemeinden zu – und das teils deutlich. Mit einem Zuwachs von jeweils über 1000 Einwohnerinnen und Einwohnern wuchsen Mellingen und Niederrohrdorf am stärksten. Die Bevölkerung in Mellingen stieg von 5322 Personen im Jahr 2015 auf 6330 per Ende 2025. Niederrohrdorf hatte vor zehn Jahren noch eine Bevölkerung von 3697 Personen und nähert sich dank des Baubooms der letzten Jahre mit 4754 Einwohnerinnen und Einwohnern langsam aber sicher der 5000er-Marke. Auf mehr als 6000 Personen wuchs auch die Bevölkerung in Fislisbach in diesem Zeitraum an – ein Plus von immerhin 574. Auch Stetten (+401) sowie Wohlenschwil (+370) oder Künten (+308) legten innerhalb des letzten Jahrzehnts ordentlich zu.
Noch deutlicher fallen die Unterschiede in den «Reussbote»-Gemeinden proportional gesehen aus. Spitzenreiter ist hier das beschauliche Birrhard, das von 702 auf 1001 Personen anwuchs. Ein Wachstum von sage und schreibe 42,59 Prozent, das sich auch bei den gestiegenen Kosten für Dienstleistungen niederschlägt, wie die Gemeinde kürzlich im Zusammenhang mit der Jahresrechnung mitteilte. Auch Niederrohrdorf ist mit einem Zuwachs von fast einem Drittel (28,59 Prozenten) ganz vorne dabei. Das anteilig drittstärkste Wachstum verzeichnete Wohlenschwil mit einem Plus von 24,51 Prozent. Mit je gut 18 Prozent vergrösserten sich Mellingen, Stetten und Künten auch proportional gesehen deutlich in den letzten zehn Jahren. Auch die anderen Gemeinden sind seit 2015 leicht gewachsen. Mit einem Plus von nur 2,59 Prozent innert zehn Jahren ist die Bevölkerung in Remetschwil am konstantesten. Neben dem Wachstum zeigt die Statistik ausserdem, dass die Bevölkerung im ganzen Kanton durchschnittlich immer älter wird. Ein Grund, warum auch die Gemeinden vermehrt um junge Familien werben. Das erzeugt aber wiederum Kosten bei Schulen und Infrastruktur.
Michael Lux