Mellinger Stadtpräsidentin und Birmenstorfer Frau Gemeindeammann zu Vizepräsidentinnen gewählt
Der Gemeindeverband Baden Regio hat sich konstituiert und einen neuen Präsidenten aus Baden, einen Vize und zwei neue Vizepräsidentinnen aus unserer Region ...
Mellinger Stadtpräsidentin und Birmenstorfer Frau Gemeindeammann zu Vizepräsidentinnen gewählt
Der Gemeindeverband Baden Regio hat sich konstituiert und einen neuen Präsidenten aus Baden, einen Vize und zwei neue Vizepräsidentinnen aus unserer Region gewählt, Györgyi Schaeffer und Marianne Stänz.
An seiner ersten Sitzung der neuen Amtsperiode hat sich der Vorstand Baden Regio konstituiert, teilte der Verband in Fislisbach mit. Der bisherige Vizepräsident, der Badener Stadtammann Markus Schneider, ist neuer Präsident. Er löst damit Roland Kuster aus Wettingen ab, der Ende 2025 verabschiedet wurde und das Amt neun Jahre inne hatte («Reussbote» vom 9. Dezember). Statt einem Vizepräsidenten respektive einer -präsidentin wurden gleich drei gewählt: Györgyi Schaeffer, die Stadtpräsidentin von Mellingen; Marianne Stänz, Frau Gemeindeammann von Birmenstorf sowie Markus Mötteli, Gemeindepräsident Spreitenbach.
Sechsköpfige Geschäftsleitung
Ebenfalls wiedergewählt wurden die Geschäftsleiterin Silvia Schorno sowie die Planungsleiterin Fiona Mera. Sie alle haben Einsitz in der Geschäftsleitung, welche auf sechs Personen erweitert wird. Die Erweiterung wurde im Sommer 2025 beschlossen. Die Führung von Baden Regio wird damit breiter abgestützt. Jede Subregion ist im Leitungsgremium vertreten. Die Vizepräsidenten/-innen vertreten je eine Region, Györgyi Schaeffer das Reusstal/Rohrdorferberg, Marianne Stänz die Gegend um Baden und das untere Limmattal. Györgyi Schaeffer engagiert sich seit fünf Jahren bei Baden Regio. Sie freut sich auf ihr neues Amt als Vizepräsidentin, sagt die Stadtpräsidentin auf Anfrage. Ein grosses Anliegen sei ihr die Wirtschaftsförderung. «Der Aargau braucht unbedingt mehr Arbeitsplätze und ist nicht nur zum Schlafen da», sagt sie. Die Gemeinden erhalten Rückenwind vom Kanton: Der Grosse Rat hat am 13. Januar dem Vorhaben «Wirtschaftsförderung in Potenzialräumen» und dem Beitritt der kantonalen Standortförderung zur «Greater Zurich Area» zugestimmt und die nötigen Mittel bewilligt. Schaeffer hat bei Baden Regio in der Arbeitsgruppe «Standortförderung» Einsitz. Sie folgte 2025 Kurt Diem nach, dem zurückgetretenen Gemeindeammann von Stetten. «Mir ist es wichtig, dass wir eine starke Region Baden haben und einen guten Zusammenhalt unter den Gemeinden», sagt Marianne Stänz am Telefon. Gerade beim Thema Wirtschaftsförderung und deren Nutzen gingen die Meinungen je nach Gemeinde auseinander. «Doch letztlich profitiert eine ganze Region von einer erfolgreichen Wirtschaftsförderung», sagt die Frau Gemeindeammann von Birmenstorf. Markus Schneider, der neue Präsident von Baden Regio, freut sich, «mit einem so hoch motivierten Team zusammenzuarbeiten.» Es gäbe einige Herausforderungen. Zu diesen gehöre beispielsweise das regionale Sportanlagenkonzept (RESAK) zum Abschluss zu bringen, sagt Schneider. «Wir sind daran, die Sportanlagen von regionaler Bedeutung herauszuschälen und in ein Konzept zu giessen. Das ist eine Bedingung, um Gelder beim Kanton abholen zu können», so Schneider. Dazu zählen beispielsweise die Sportanlage Esp in Fislisbach oder das Sportzentrum Tägi in Wettingen. Eine weitere Herausforderung ist das Regionale Gesamtverkehrskonzept Baden und Umgebung mit über 200 Massnahmen, an dessen Erstellung Baden Regio beteiligt war. «Der Kanton hat das Konzept jetzt in die Vernehmlassung gegeben», sagt Badens Stadtammann. Das Reusstal liege zwar nicht in dessen Perimenter, erklärt er, aber Massnahmen wie die Verdichtung des Busangebots oder der Velorouten wirkten sich ebenfalls aus.
Marc Benedetti