Niederrohrdorf: Die Wümmet im Rebgut Märxli fiel trotz des trockenen Sommers sehr gut aus. Vergangene Woche wurden die letzten Trauben geerntet
Die Trauben waren bei der Wümmet von sehr guter Qualität. Dazu waren sie so gesund wie noch nie. Im Rebgut ...
Niederrohrdorf: Die Wümmet im Rebgut Märxli fiel trotz des trockenen Sommers sehr gut aus. Vergangene Woche wurden die letzten Trauben geerntet
Die Trauben waren bei der Wümmet von sehr guter Qualität. Dazu waren sie so gesund wie noch nie. Im Rebgut Märxli in Niederrohrdorf wird deshalb ein sehr guter Wein-Jahrgang erwartet.
Am vergangenen Dienstagmorgen war die Wümmet für die letzten Trauben im Rebgut Märxli im vollen Gange. Gut gelaunt schnitten freiwillige Helferinnen und Helfer sowie Teammitglieder vom Rebgut Märxli Traube um Traube von den Rebstöcken ab. Innert einer Stunden wurden 200 Kilo Trauben geerntet. «Wir liessen die rote Sorte CAL 1-28 extra lange hängen, da durch die kalten Nächte das Aroma noch besser wurde», führt Raphael Peterhans vom Team Rebgut Märxli aus. Während andere Winzer wegen der Trockenheit im Sommer mit weniger Ertrag rechnen, sieht es beim Rebgut Märxli sehr gut aus. «Bei der weissen Sorte ‹Solaris› können wir dieses Jahr eine Rekordernte verzeichnen», sagt Peterhans. Das kommt nicht von ungefähr. Versuchsweise liess das Team bei der pilzresistenten Rebsorte (Piwi) Solaris statt acht bis zehn Triebe rund 14 bis 18 Triebe wachsen. Das Ergebnis überzeugt. «Die Trauben haben trotz früher Ernte ein sehr gutes Aroma. Und auch mit mehr Trieben waren sie sehr gesund», so Peterhans. Das 11-köpfige Märxli-Team sei mit dem Resultat zufrieden.
Tröpfchenbewässerung überzeugt
2019 übernahm das Märxli-Team den Rebberg von den Vorgängern und wechselte Rebstöcke gegen Piwi-Sorten aus. «2019 haben wir Solaris und Cabernet Jura gepflanzt. 2022 noch Souvignier Gris und CAL 1-28.» Dort sieht das Team noch Potenzial. «Der Wuchs war bei diesen Sorten wegen Magnesiummangel eher mässig. Wir haben die Nährstoffe angepasst und Blattdüngung vorgenommen», so Peterhans. Dieses Jahr mussten wegen der Trockenheit wenig biologische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden – es wurde vor allem auf biologische Pflanzenstärkungsmittel gesetzt. «Wir hatten Glück, dass unser Rebberg beim Unwetter von Ende August vom Hagel verschont blieb», sagt er. Der Wind habe zwar eineinhalb Reihen Rebstöcke umgedrückt, die Reben selbst blieben aber unbeschadet. Da Reben Wärme lieben, sei diese Saison ideal gewesen. Dank eines Tröpfchen-Bewässerungssystem – kommt punktgenau in der Nacht zum Einsatz
– gediehen die 1800 Rebstöcke trotz der Trockenheit bestens. Insgesamt wurden bei der diesjährigen Wümmet 2372 kg geermtet. Daraus werden circa 2200 Flaschen Wein entstehen. Sie werden an Märkten und an private Personen verkauft. Nächstes Jahr kann der Jahrgang 2026 am «Wiisonntig» degustiert werden.
Debora Gattlen