Franziska Walker ist in Staretschwil aufgewachsen und lebt mit ihrem Mann in Stetten. Sie arbeitet als Klassenassistenz und teilzeitlich im Verkauf und lässt es sich in der Freizeit gerne mit erholsamen Ferien, wohltuenden Massagen und feinem Essen gut gehen. Zu ihren Leidenschaften ...
Franziska Walker ist in Staretschwil aufgewachsen und lebt mit ihrem Mann in Stetten. Sie arbeitet als Klassenassistenz und teilzeitlich im Verkauf und lässt es sich in der Freizeit gerne mit erholsamen Ferien, wohltuenden Massagen und feinem Essen gut gehen. Zu ihren Leidenschaften gehören unter anderem Handlettering.
Wo sind sie denn alle? All die Retos, Sandras, Christians oder Regulas sind weg. Ich vermisse sie wirklich. Und ich versteh es nicht. Wann kam der Twist? Früher war’s irgendwie… unkomplizierter. Man hörte einen Namen und wusste auf Anhieb ob es ein Mädchen oder ein Junge war. Man wusste ob es der Vor- oder Nachname war. Und man konnte den Namen ohne Probleme aussprechen und schreiben. Aber heute… Heute ist es manchmal ganz schön verwirrend. Man liest einen Namen, egal ob an einer Geburtstafel beim Balkon, auf der Klassenliste oder in den Medien. Und ganz ehrlich, man hat keine Ahnung, ob das nun der Vor- oder Nachname ist, welches Geschlecht dieses Kind hat, ob es ein skandinavisches Möbelstück ist oder eine neu entdeckte Insektenart. Wie spricht man diesen «Namen» nochmals aus? Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Jeder darf sein Kind so benennen, wie es ihm gefällt. Schliesslich ist es am Ende das Kind, das seinen Namen ein Leben lang buchstabieren oder erklären muss. Irgendwie ist es zum Trend geworden, den heutigen Kindern möglichst spezielle Namen zu geben. Je ausgefallener, desto besser. Ob das dem Kind gefällt? Keine Ahnung. Ich jedenfalls tue mich schwer damit. Könnte sein, dass ich einfach auch schon alt bin. (Bin ich natürlich nicht!)
Und dann gibt es noch die kreative Schreibweise. Früher schrieb man einen Namen so, wie man ihn sprach. (Philipp und Janick lasse ich an dieser Stelle mal so stehen.) Heute braucht man manchmal drei Anläufe, fünf Nachfragen und einen Blick auf die Geburtsurkunde. Stummes H hier, doppeltes I dort. Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht.
Als würden die Vornamen allein nicht schon genug Fragen aufwerfen, gibt es da noch eine weitere Entwicklung, die ich nicht ganz verstehe: Doppelnamen. Kann mir das bitte jemand erklären? Früher gab man dem Kind als zweiten Namen meist den Namen vom «Götti» oder «Gotti». Jetzt sind es einfach zwei Namen, die einem gefallen. ABER und jetzt kommts. Man sagt dann trotzdem nur einen. Also wofür steht dann der zweite? Damit man die ganze Linie beim Pass aufbrauchen kann? Oder weil es gerade IN ist? Wenn man den zweiten Namen doch nicht sagt, wozu ist er dann da? Aber auch da, jeder wie es ihm gefällt. Nun, mich freut’s, wenn sich ein Kind bei mir vorstellt mit einem Namen, denn ich aussprechen kann und verstehe.
«Hallo Vanessa, freut mich dich kennenzulernen…»