Ich traf mich in lockerer Runde mit einigen Sportsfreunden zum Bier, wohlverstanden zum alkoholfreien. «Kein Bier vor vier.» Ehrensache, dass wir uns an diese Vorgabe halten, normalerweise. Gesprächsthemen waren zuerst die Veloprüfung unserer Enkelkinder, dann wie üblich ...
Ich traf mich in lockerer Runde mit einigen Sportsfreunden zum Bier, wohlverstanden zum alkoholfreien. «Kein Bier vor vier.» Ehrensache, dass wir uns an diese Vorgabe halten, normalerweise. Gesprächsthemen waren zuerst die Veloprüfung unserer Enkelkinder, dann wie üblich unsere neusten Wehwehchen. Jeder durfte maximal zwei Minuten lang von seinen körperlichen Gebrechen erzählen, keine Sekunde länger. (Diese Regel hat sich übrigens sehr bewährt. Wer sie nicht einhält, zahlt die nächste Runde.)
Das nächste Gesprächsthema war – wer hätte es gedacht – die Fussball-WM, vor allem Gianni Infantino, unser aller Liebling. Einige der Aussagen über den FIFA-Boss möchte ich an dieser Stelle lieber nicht zitieren, da schweigt des Sängers Höflichkeit. Dass sich 48 Mannschaften qualifizieren durften und sich dadurch sage und schreibe 104 Spiele ergeben, war einer der Kritikpunkte. Sportsfreund Ueli, ein weitgereister Mann, findet es «absolut genial», dass wir uns dank der WM für exotische Länder wie Curaçao und Cabo Verde interessieren. Recht hat er. Vergessen wir bei allem Ärger und aller FIFA-Geldmacherei nicht, dass Fussball auch ein horizonterweiternder und völkerverbindender Sport sein kann.
Sportsfreund Toni war beim Treffen diesmal leider nicht dabei. Wie zu erfahren war, sei er nicht wirklich fit. Muss ich mir Sorgen machen?
Jean
PS: Bei Redaktionsschluss war das Resultat des zweiten Schweizer Spiels noch nicht bekannt.