Der Hinterbächli-Ball ist ein Publikumsmagnet. Behörden und OK äussern sich zum Sicherheitskonzept des Fasnachtsballs
Im Vorfeld des beliebten Fasnachtsballs nimmt der Gemeindeammann Stellung zu Fragen rund um Brandschutz, Notausgängen und Deko-Material. Er sagt auch, ...
Der Hinterbächli-Ball ist ein Publikumsmagnet. Behörden und OK äussern sich zum Sicherheitskonzept des Fasnachtsballs
Im Vorfeld des beliebten Fasnachtsballs nimmt der Gemeindeammann Stellung zu Fragen rund um Brandschutz, Notausgängen und Deko-Material. Er sagt auch, dass Anlässe dieser Grösse eine Brandwache vor Ort erfordern.
Wie steht es um die Sicherheit beim Hinterbächli-Ball? Diese Frage interessiert jedes Jahr. Nach der Brandkatastrophe zu Jahresbeginn in einer Bar in Crans-Montana dürfte das öffentliche Interesse am Sicherheitskonzept aber grösser sein als in früheren Jahren.
Der Hinterbächli-Ball, den die Oberrohrdorfer Bänkli-Clique und die Sumpfberghüüler organisieren, zählt zu den grössten Bällen in der Region. Er ist ein Publikumsmagnet und findet dieses Jahr am 14. Februar statt – wie gewohnt in der Turnhalle des Schulhauses Hinterbächli in Oberrohrdorf. Im Fokus stehen beim beliebten Fasnachtsball jedes Jahr die aufwendigen Dekorationen, die von den organisierenden Vereinen mit viel Liebe zum Detail gestaltet werden. Dieses Jahr lautet das Motto «Vereinigtes Königreich Rohrdorf – Tanzt ihr Narren, der König hat Laune». Sowohl die Turnhalle als auch die Bar im Untergeschoss werden dazu jeweils mottogetreu dekoriert. Seit letztem Jahr kann auch im Techno-Keller getanzt werden. Es ist bei diesem Anlass mit rund 1000 Besucherinnen und Besuchern aus der Region zu rechnen. Das zumindest zeigen die Erfahrungen aus früheren Jahren.
Auskunft zum Sicherheitskonzept
Von Behördenseite gibt Thomas Heimgartner, Gemeindeammann in Oberrohrdorf, Auskunft zum Sicherheitskonzept. Fest steht, die Auflagen der Aargauer Gebäudeversicherung müssen eingehalten werden. Als Grundlage dazu dienen Merkblätter. «Der Anlass», sagt denn auch Heimgartner, «braucht eine Bewilligung.» Erteilt wird sie vom Oberrohrdorfer Gemeinderat. Auflagen zum Sicherheitskonzept mit Brandschutz sowie zu weiteren möglichen Gefahren wie Gedränge oder Gewalt müssen eingehalten werden. Und sie werden kontrolliert. «Tatsächlich ist die Sensibilisierung hoch», bestätigt Heimgartner auf Anfrage.
Beim Hinterbächli-Ball mit fantastischen Themendekorationen macht die Gemeinde jeweils zusätzliche Auflagen. «Das Dekomaterial darf nicht leicht entflammbar sein.» Hinfällig ist indessen die Frage zum Isolationsmaterial. Denn: «Solches Material gibt es in der Turnhalle nicht», erklärt Gemeindeammann Heimgartner. Verboten sind auch Aktionen mit Feuer oder pyrotechnischen Geräten.
Eine Brandwache ist vor Ort
Zudem ist in Oberrohrdorf bei Anlässen dieser Grösse jeweils eine Brandwache vor Ort. «Genauso wie auch bei Turnvorstellungen, die in Oberrohrdorf ebenfalls sehr gut besucht sind.» Kontrolliert wird unter anderem, ob Notausgänge frei zugänglich sind. Sollte es dabei zu Beanstandungen kommen, muss der Weg zwingend frei geräumt werden, betont Heimgartner.
In Oberrohrdorf fanden bislang bereits zwei Begehungen der Turnhalle statt. Vergangene Woche waren Zuständige der Verwaltung für eine erste Begehung vor Ort. «Eine weitere Begehung mit Feuerwehrleuten und den Veranstaltern fand am Dienstagabend statt», sagt der Gemeindeammann und er meint gegenüber dem «Reussbote» auch: «Das kommt gut.»
OK: Sicherheit steht an erster Stelle
Auf Anfrage veröffentlicht das OK des Hinterbächli-Balls eine offizielle Stellungnahme. Die beiden organisierenden Vereine Bänkli-Clique Oberrohrdorf und Sumpfberghüüler halten in ihrer Mitteilung fest: «Die Sicherheit am Hinterbächli-Ball steht wie auch in den vergangenen Jahren an erster Stelle. Wir freuen uns auf den diesjährigen Hinterbächli-Ball.» – In drei Wochen ist es so weit: Türen auf zum Tanz der Narren und der Königinnen.
Heidi Hess