Mellingen: Der Pilzverein Mellingen lud am vergangenen Samstag zu einem lehrreich-amüsanten Wald-Erlebnis für Familien ein
Nach dem gewaltigen Sturmund Hagelzug vom Vortag strahlte am Samstag, 29. August, eine warme Sonne vom Himmel. Das war perfekt für das ...
Mellingen: Der Pilzverein Mellingen lud am vergangenen Samstag zu einem lehrreich-amüsanten Wald-Erlebnis für Familien ein
Nach dem gewaltigen Sturmund Hagelzug vom Vortag strahlte am Samstag, 29. August, eine warme Sonne vom Himmel. Das war perfekt für das «Familienabenteuer» des Pilzvereins Mellingen bei der Waldhütte Stetten.
Total 22 Kinder und 17 Eltern und Grosseltern erlebten einen fröhlichen, spannenden und auch lehrreichen Morgen. Auf dem anderthalbstündigen Waldspaziergang gab es an den fünf Posten einiges zu erleben und zu erledigen: Mit kleinen Holzrugeln einen möglichst hohen Turm bauen, Tannzapfen in ein kreisrundes Ziel werfen, einen schmalen Holzpilz auf einem Brett im Gleichgewicht behalten und über eine kleine Strecke hinweg tragen. Bei dieser ungewöhnlichen Geschicklichkeitsübung wurde viel gelacht.
Mycel und Fruchtkörper
Der echte Pilz ist das im Boden weitverzweigte und versteckte Mycel. Was wir als Pilz bezeichnen, ist nur der Fruchtkörper. Auf spielerische Art wurde von Kindern und Eltern mit einer langen Schnur ein solches Mycel auf den Boden gespannt. Die Kinder kauerten sich als Fruchtkörper in dieses Mycel, und mit dem Flötenspiel der Postenleiterin wuchsen sie in die Höhe. Sie benannte dann jedes Kind mit einem Pilznamen und gab es den ausserhalb wartenden Eltern zurück. Ein eindrückliches Erlebnis.
Fenchel, Anis, Maggi
Am nächsten Posten war ein «Riechtisch» eingerichtet. Aus kleinen Döschen konnte man spezielle Pilzgerüche bestimmen – eine nicht so einfache Aufgabe, wie der Schreiber selber erfuhr. Unter anderem gab es folgende Gerüche: Fenchel, Anis, Maggi, Bittermandel, Knoblauch und Honig. Diese sind typisch für gewisse Pilze: Honig beispielsweise für den Knollenblätterpilz. Zudem wurden bei diesem Posten auch lustige Pilzanhänger ausgemalt, anschliessend wurden sie zugeschnitten und mit Folie verstärkt.
Am letzten Posten galt es, kleine Blumentöpfe mit Stiften und Klebern zu verzieren. Diese wurden dann – unter Anleitung – mit einem speziellen Pilzsubstrat gefüllt. Den Topf nahmen die Familien nach Hause, wo in etwa drei Wochen – bei sorgfältiger Bewässerung – Champignons spriessen werden. Die zum Abschluss vom Pilzverein offerierte Pilzsuppe fand grossen Anklang. Dazu brutzelten auf dem Gasgrill feine «Plätzli» und Würste.
Es gab an den Tischen gute Gespräche – über das gestrige Unwetter, die Freude der Kinder an der Natur und natürlich die lustigen Erlebnisse während des Familienabenteuers des Pilzvereins Mellingen. (pm/zVg)