Der seit 20 Jahren bestehende «Runde Tisch der Aargauer Frauenorganisationen» diskutierte das Thema der Betreuungs-Arbeit vieler Frauen Der Appell passt zum Muttertag: Der seit 20 Jahren bestehende «Runde Tisch der Aargauer Frauenorganisationen» beschäftigte sich an der ...
Der seit 20 Jahren bestehende «Runde Tisch der Aargauer Frauenorganisationen» diskutierte das Thema der Betreuungs-Arbeit vieler Frauen Der Appell passt zum Muttertag: Der seit 20 Jahren bestehende «Runde Tisch der Aargauer Frauenorganisationen» beschäftigte sich an der letzten Zusammenkunft mit dem Thema der Care-Arbeit. Dazu gehört beispielsweise auch die Frauenzentrale Aargau, welche eine Mitteilung dazu verschickt hat. Die vor allem von Frauen geleistete Betreuungsarbeit soll danach mehr Sichtbarkeit und mehr Anerkennung erhalten, darin waren sich alle Vertreterinnen der anwesenden Organisationen einig. Die Betreuungsarbeit liege im toten Winkel der Ökonomie. Zwei Drittel der geleisteten Arbeit erscheine nicht in den Statistiken der wirtschaftlichen Leistungen. Personen die unbezahlte Care-Arbeit leisten, könnten nicht in die Altersvorsorge einzahlen und seien so häufig von Altersarmut betroffen.
«Eine zweite Ungerechtigkeit leisten wir uns dadurch, dass vor allem Personen mit Migrationshintergrund in den schlecht bezahlten Branchen wie Reinigung, Pflege, Gastronomie und Detailhandel arbeiten», heisst es weiter. Die Care-Arbeit braucht Sichtbarkeit und Wertschätzung, waren sich die versammelten Frauen einig. Die ökonomischen Modelle müssten neu gedacht werden. Alle erbrachten Arbeiten seien Arbeiten, insbesondere auch die vor allem von Frauen erbrachte Sorgearbeit. Care-Arbeit wird am 13. Juni in der Aarauer Markthalle zum Thema gemacht, am Brugger Stadtfest im August und am Feministischen Streik 2027 sollen diese gesellschaftlich wichtigen Dienstleistungen ins Bewusstsein geholt werden. (red.)