Stetten: Es stank seit geraumer Zeit penetrant im Dorf. Nun ist die Ursache gefunden und eliminiert worden
Unzählige Reklamationen gingen wegen des Gestanks bei der Gemeinde ein (Ausgabe vom Dienstag). Aufschluss gab nun das Kanal-TV. Dieses zeigte sehr unappetitliche Bilder. ...
Stetten: Es stank seit geraumer Zeit penetrant im Dorf. Nun ist die Ursache gefunden und eliminiert worden
Unzählige Reklamationen gingen wegen des Gestanks bei der Gemeinde ein (Ausgabe vom Dienstag). Aufschluss gab nun das Kanal-TV. Dieses zeigte sehr unappetitliche Bilder.
Die Ursache des Gestanks ist gefunden: Am Dienstag wurde die Hauptleitung der Kanalisation von der Grabenmattenstrasse bis zum Spielplatz im Unterdorf mit Kanal-TV inspiziert. Die Bilder förderten nichts Appetitliches zutage. «Vor allem bei der Grabenmattenstrasse gab es eine grosse Ansammlung an Fettablagerungen, die zum Teil mit Maden befallen sind», führt Gemeinderätin Claudia Hoppler aus. Woher die Fettverschmutzung stamme, könne noch nicht gesagt werden. Nähere Abklärungen würden aber durch die Gemeinde erfolgen.
Die gute Nachricht: Die Stetterinnen und Stetter können wohl ab sofort wieder durchatmen. Am Mittwoch wurde grosses Geschütz im Kampf gegen den Gestank im Dorf aufgefahren. Pascal Hochstrasser, Entwässerungstechnologe bei der Firma ITS Kanal Services AG, war zusammen mit Remi Schmid, Lernender Entwässerungstechnologe, mit einem Spezialfahrzeug vor Ort. Die beiden reinigten die verschmutzte Leitung mit 200 Bar und einer Drehkopfdüse. Dohlendeckel um Dohlendeckel arbeiten sie sich in Flussrichtung durchs Dorf vor. «Die Rückstände sahen aus wie braune fettige Bouillon», schilderten sie die Situation. Und es habe nicht appetitlich ausgesehen. «Wir werden in den nächsten Tagen keine Suppe mehr essen», sagen sie. Trotz der übelriechenden Verschmutzung hätten sie weder Kadaver noch Ratten in der Kanalisation vorgefunden. Bereits am Mittwochabend nach der Spülung berichtete ein betroffener Anwohner, dass der Geruch zurückgegangen sei. Gemeinderätin Claudia Hoppler sagt: «Der Gemeinderat hofft, dass durch die Spülung der Gestank im Dorf nun weg ist. Es wird sicherlich nochmals besser, wenn es regnen wird.»
Debora Gattlen