Machen Tagesstrukturen Schulraum Platz?
19.05.2026 StettenStetten: An der Einwohner-Gemeindeversammlung vom 20. Mai geht es unter anderem um einen Mietvertrag
Die Schule braucht mehr Platz – die Schülerzahlen in der Oberstufe steigen. Deshalb wird der Mittagstischraum ab dem Schuljahr 2026 als Schulraum genutzt, der ...
Stetten: An der Einwohner-Gemeindeversammlung vom 20. Mai geht es unter anderem um einen Mietvertrag
Die Schule braucht mehr Platz – die Schülerzahlen in der Oberstufe steigen. Deshalb wird der Mittagstischraum ab dem Schuljahr 2026 als Schulraum genutzt, der Mittagstisch wird ausgelagert.
Die Oberstufe benötigt auf das neue Schuljahr mehr Platz. Eine schnelle Lösung muss her. Bereits werden im Gemeindehaus in der unteren Etage Räumlichkeiten durch die Musikschule und ab August auch durch die Oberstufe genutzt – weitere Räume stehen im Gemeindehaus nicht zur Verfügung. Daher wird im Oberstufenschulhaus der Mittagstischraum ab dem Schuljahr 2026/2027 in ein Lehrerzimmer und das bestehende Lehrer-zimmer zu einem vollwertigen Schulraum umfunktioniert. Das hat zur Folge, dass die Tagesstrukturen andere Räumlichkeiten benötigen. Der Gemeinderat schaute sich daher nach geeigneten Mietmöglichkeiten für die Tagesstrukturen um. Fündig wurde man an der Unterdorfstrasse 6 – bei den Räumlichkeiten der ehemaligen Privatschule AHA! der Familie Heinrich und Agatha Peterhans. Die Zimmer der Privatschule stehen leer, seit die beiden in Pension gingen. «Die Räumlichkeiten erfüllen die Voraussetzung für die Bedürfnisse der Tagesstrukturen und sind hervorragend geeignet. Damit können wir an der Gemeindeversammlung eine perfekte Lösung für die Tagesstrukturen präsentieren», sagt Gemeindeammann Stephan Schibli. Da zurzeit Brandschutzbestimmungen in aller Munde sind, wurde dies bereits abgeklärt. Und diese werden erfüllt.
Schnell umsetzbare Lösung
Ab 1. August würde das Mietverhältnis beginnen und wäre erstmals auf den 31. Juli 2027 kündbar. Der Mietzins beträgt monatlich 1500 Franken zuzüglich Nebenkosten von 300 Franken. Die neuen Räumlichkeiten befinden sich im Unterdorf. Dort befindet sich in unmittelbarer Nähe auch einer der drei Kindergärten. Für die anderen Schülerinnen und Schüler ist der neue Standort gut erreichbar. Zudem befindet sich auch der Spielplatz der Gemeinde in der Nähe. «Diese Lösung kann rasch umgesetzt werden», so Schibli. An der Sommer-Gmeind vom 20. Mai beantragt der Gemeinderat nun die Genehmigung des Mietvertrags für die Tagesstrukturen.
Rechnung schliesst mit Defizit ab
Ferner wird die Rechnung 2025 zur Genehmigung vorgelegt. Sie schliesst mit einem Defizit von 805 580 Franken ab. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 397 000 Franken. Beim Dorfgespräch am Montagabend führte Gemeindeammann Schibli den Anwesenden im Ortsbürger-Saal aus, weshalb ein so grosses Minus entstand. So seien die Steuereinnahmen der Gemeinde fast punktgenau budgetiert. Sie liegen lediglich 0,5 Prozent unter der Budgetprognose. Zur Abweichung trugen verschiedene Faktoren bei. So gab es beim Posten «allgemeine Verwaltung» Mehrkosten von 106 777 Franken. Die Mehrkosten entstanden unter anderem durch personelle Rekrutierungen bei der Finanz- und Steuerverwaltung.
Ein grosser Posten fällt jeweils bei der «Soziale Sicherheit» an. Die höheren Ausgaben sind vor allem auf eine Zunahme der Alimentenfälle, sowie auf eine insgesamt stärkere Belastung im Sozial- und Asylbereich zurückzuführen. Hier fällt ein Plus von 230 000 Franken an. Dazu kommen Aufwendungen für Sonderschulen und Beteiligung an Krankenkassen-Verlustscheinen in Höhe von 70 000 Franken. «Der Gemeinderat nimmt das diesjährige Ergebnis zum Anlass, künftig in Bereichen mit hoher Unsicherheit vorausschauender und vorsichtiger zu budgetieren», so Gemeindeammann Schibli. «Trotz des Minus’ steht die Gemeinde handlungsfähig und zukunftsorientiert da.»
Verpflichtungskredit Unterdorfstrasse
Nebst der Genehmigung der Rechnung sind auch die Genehmigung des Rechenschaftsberichts, die Zusicherung von drei Gemeindebürgerrechten auch ein Verpflichtungskredit für die Sanierung der Unterdorfstrasse 2. Etappe traktandiert. Der erste Teil der Unterdorfstrasse wurde bereits bis zu Höhe des Kirchgemeindehauses instand gestellt. Gleichzeitig wurden auch die Werkleitungen für Wasser und Abwasser sowie die Strassenbeleuchtung saniert. Da auch beim restlichen Strassenabschnitt der Unterdorfstrasse die Werkleitungen ersetzt werden müssen, beantragt der Gemeinderat nun an der Gmeind einen Verpflichtungskredit von insgesamt 1,9 Millionen Franken. Der Antrag erfolgt dreigeteilt in a) Die Bewilligung eines indexierten Verpflichtungskredits von 848 000 Franken für die Sanierung der Wasserversorgung, b) die Bewilligung eines indexierten Verpflichtungskredits von 514 000 Franken für die Abwasserbeseitigung und c) die Bewilligung eines Verpflichtungskredits über 575 000 Franken für die Sanierung der Strasse inklusive Beleuchtung. Genehmigt die Gemeindeversammlung die Kredite, wird anschliessend das Baugesuchsverfahren durchgeführt. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 2028 beginnen. Voraussetzung ist, dass bis dahin die Arbeiten an der Mellingerstrasse abgeschlossen sind.
Debora Gattlen
Die Gemeindeversammlung findet am Mittwoch, 20. Mai, um 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle Egg statt.

