Obwohl die Informationslage Stand heute noch sehr dürftig ist, lehnt die FDP Mellingen die für die kommende Gemeindeversammlung traktandierten Kredite über gesamthaft 10,06 Millionen Franken tendenziell ab.
Die Mitglieder der FDP Mellingen erleben ein Déjà-vu. Sie ...
Obwohl die Informationslage Stand heute noch sehr dürftig ist, lehnt die FDP Mellingen die für die kommende Gemeindeversammlung traktandierten Kredite über gesamthaft 10,06 Millionen Franken tendenziell ab.
Die Mitglieder der FDP Mellingen erleben ein Déjà-vu. Sie sehen Parallelen zur 2023 traktandierten Aufwertung der Bahnhofstrasse über 10,57 Millionen Franken, die nach breitem Widerstand aus der Bevölkerung zur Überarbeitung zurückgezogen werden musste. Damals betrug der Kostenanteil Mellingens lediglich 35 Prozent beziehungsweise 3,7 Mio. Franken; die nun vorliegenden Projekte gehen hingegen vollständig zulasten der Gemeinde.
Auch die Kommunikation überzeugt noch nicht: Zusätzliche Pläne und Berichte wurden erst auf Nachfrage bereitgestellt und lassen weiterhin zentrale Fragen offen. Die Infoveranstaltung vom 16. Juni findet zudem nur eine Woche vor der Gemeindeversammlung statt – zu spät für eine fundierte Meinungsbildung. Entsprechend wächst erneut der Widerstand in der Bevölkerung. Der Stadtrat muss nun viel Überzeugungsarbeit leisten; andernfalls behält sich die FDP Mellingen einen Rückweisungsantrag vor und stellt nötigenfalls ein Referendum in Aussicht.
An der Parteiversammlung wurden auch die übrigen Traktanden besprochen. Diskussionsbedarf gab es insbesondere bei vier teils deutlich überschrittenen Kreditabrechnungen. Besonders störend ist die Überschreitung von knapp 70 000 Franken bei der Trafostation Bahnhof Süd. Die FDP Mellingen hatte bereits bei der Kreditbewilligung gefordert, den Bauherrn stärker in die Verantwortung zu nehmen; nun trägt die Gemeinde die Mehrkosten vollständig. Die weiteren Traktanden wurden zur Kenntnis genommen und werden zur Annahme empfohlen. (zVg)