Niederrohrdorf: Die Mojuro – offene Jugendarbeit Region Rohrdorferberg hat eine 60-Prozent-Stelle anzubieten
Ab Mai ist das Mojuro-Team unterbesetzt. Die Suche nach einer neuen Jugendarbeiterin oder einem Jugendarbeiter ist schwierig. Bisher fanden sich keine geeigneten ...
Niederrohrdorf: Die Mojuro – offene Jugendarbeit Region Rohrdorferberg hat eine 60-Prozent-Stelle anzubieten
Ab Mai ist das Mojuro-Team unterbesetzt. Die Suche nach einer neuen Jugendarbeiterin oder einem Jugendarbeiter ist schwierig. Bisher fanden sich keine geeigneten Kandidaten – so wie oft im sozialen Bereich.
Seit Februar ist die Mojuro – offene Jugendarbeit Region Rohrdorferberg auf der Suche nach Unterstützung. Denn Jugendarbeiterin Ariana Perlini, die im vergangenen Jahr Mutter geworden ist, hat das Team per 1. Mai verlassen. Daher sucht das Team um Andreas Koller nun eine Nachfolge für die 60-Prozent-Stelle als Jugendarbeiterin oder Jugendarbeiter. «Es stellt sich als sehr schwierig heraus, jemand Geeigneten zu finden», berichtet Koller. Auf die Stellenanzeige seien bisher nur sechs Bewerbungen eingegangen. «Wir haben Personen eingeladen, aber es hat nicht gepasst», bedauert Koller. Auf die letzte Stellenausschreibung vor fünf Jahren habe er viel mehr Bewerbungen erhalten, erzählt er.
Eine Entwicklung, die offensichtlich den Sozialbereich allgemein betrifft. Koller verweist auf eine Studie des Schweizerischen Dachverbands für die Berufsbildung im Sozialbereich aus dem vergangenen Jahr. Die Studie zum Fachkräftemangel zeigt eine hohe Fluktuationsrate, kurzfristig besetzte Stellen und einen steigenden Personalbedarf auf. Nur 90 Prozent der ausgeschriebenen Stellen könnten demnach besetzt werden und von diesen wiederum nur 60 Prozent fristgerecht und mit den erforderlichen Qualifikationen. Dass das bisherige Mojuro-Team in dieser Konstellation so lange konstant geblieben ist, sei aussergewöhnlich, weiss auch Andreas Koller. Die Stelle sei schliesslich auch besonders attraktiv: «Ich finde es eine sehr vielfältige und spannende Stelle für Jugendarbeit», wirbt er. Denn die Mojuro habe nicht nur einen Treff, sondern sei mobil unterwegs und setze viele Projekte um. Die Gemeinden unterstützten die Mojuro ausserdem sehr und sorgten für gute Arbeitsbedingungen.
Kontaktfreudigkeit ist wichtig
Und wer darf sich melden? Voraussetzung für Bewerberinnen und Bewerber ist laut Koller eine Fachausbildung in Sozialer Arbeit (FH) oder Soziokultureller Animation (FH/HF). Alternativ können sich aber auch Personen melden, die sich noch im Studium oder der Ausbildung befinden. «Wir überlegen, ob wir die Stelle erweitern auf jemanden, der plant, eine Ausbildung oder ein Studium zu beginnen», sagt der Stellenleiter angesichts der aktuellen Situation. Denn bis die Stelle neu besetzt ist, müssen manche Angebote der Mojuro eingeschränkt werden. Neben der fachlichen Qualifikation sind erste Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen von Vorteil. Und klar: ein generelles Interesse an Jugendlichen und deren Themenwelten gehört dazu. «Beziehungsarbeit und Beratung von Kindern und Jugendlichen ist die Hauptaufgabe der Mojuro», so Koller. «Wichtig in unserem Job ist, dass man kontaktfreudig ist und auf Leute zugehen kann.» Unerlässlich sei auch die Bereitschaft regelmässig am Abend zu arbeiten sowie ein Führerschein. Denn die Mojuro ist häufig mit dem eigenen Bus unterwegs. Dafür wartet auf den Jugendarbeiter oder die Jugendarbeiterin eine spannende vielseitige Tätigkeit mit viel Gestaltungsmöglichkeiten. Jeder Mitarbeitende im Team betreue selbstständig Projekte, so Koller. Für alle, die noch unentschieden sind, ob sie den Weg Richtung soziale Arbeit oder Jugendarbeit einschlagen wollen, gibt es bei der Mojuro ebenfalls eine Chance: Ab September ist eine 50-prozentige Praktikumsstelle ausgeschrieben.
Michael Lux
Weitere Infos: mojuro.ch