Mellingen: Der Umbau kann sich sehen lassen, auch wenn es noch eine kleine Baustelle in der Garderobe gibt
Auf der Preisliste im Hallenbad sucht man derzeit Jahres- oder Halbjahreskarten vergeblich. Zu reden geben stattdessen die neuen Monats-Abonnemente. Diese sollen mit dem Ende ...
Mellingen: Der Umbau kann sich sehen lassen, auch wenn es noch eine kleine Baustelle in der Garderobe gibt
Auf der Preisliste im Hallenbad sucht man derzeit Jahres- oder Halbjahreskarten vergeblich. Zu reden geben stattdessen die neuen Monats-Abonnemente. Diese sollen mit dem Ende der Bauarbeiten aber wieder verschwinden.
Eine kleine Sprungbucht, ein Nichtschwimmerbereich und vier 25-Meter-Bahnen. Das gehört zum frisch sanierten Hallenbad in der Kleinen Kreuzzelg. An diesem frühen Nachmittag unter der Woche sind wenig Leute im Wasser. Die Autorin, die das Bad selber testen wollte, gesellt sich zu ihnen, sucht ihre Bahn. Zwei sind definiert als Bahnen für Schwimmer, eine ist Schnellschwimmerinnen vorbehalten – allzu eng sehen das die Sportlerinnen und Sportler aber nicht. Es braucht keine Stoppuhr, um zu erkennen, dass man in der «Schwimmer»-Bahn zügiger unterwegs ist als bei den «Schnellschwimmern». Immerhin halten sich alle an den Kreisverkehr – auf der einen Seite hoch, auf der anderen wieder runter. Kein Konfliktpotenzial an diesem Nachmittag, alles in ruhigen Wassern. Seit vier Wochen ist das Hallenbad wieder in Betrieb. Die Schülergarderoben im Erdgeschoss sind schön geworden, vermitteln mit sonnengelbem Mobiliar und meerblauen Keramikplatten Strandfeeling. Irritierend sind einzig die rotweissen Baustellentöggel, die über den Abdeckplatten in der Abflussrinne stehen. «Aus Sicherheitsgründen», wie Bademeisterin Manuela Paladino auf Nachfrage erklärt. Diese Arbeiten seien mangelhaft ausgeführt worden, die Abdeckungen instabil: «Es besteht Verletzungsgefahr, weil sich die Abdeckungen verschieb en.» Die Stelle wurde deshalb mit Baustellenkegeln abgesperrt. Die zuständige Firma werde die Mängel, die unter Baugarantie stehen, beheben. «Allerdings ist im Bad jetzt wieder Vollbetrieb und die Bauarbeiten müssen ausgeführt werden, wenn das Bad geschlossen ist. Allenfalls auch nachts», meint die Bademeisterin.
Monatsabos nur vorübergehend
Die Umbauarbeiten in der ehemaligen Sauna für die neuen Garderoben sind noch im Gang. Der Zugang für alle übrigen Badegäste – ausser den Schulklassen – wird künftig über diese Garderoben erfolgen, voraussichtlich ab Januar 2027.
Unverändert bleiben die Preise für Einzeleintritte und für 12er-Abonnemente. Sie waren bereits auf das Jahr 2023 leicht erhöht worden – Erwachsene zahlen seither 7 Franken, Kinder 4 Franken für einen Eintritt, ein 12er-Abo kostet 70, respektive 40 Franken.
AHV und IV-Bezüger erhalten auf diesen Karten Ermässigung.
Vergeblich sucht man auf der Preisliste Jahres- und Halbjahreskarten. Dafür existiert neu ein Monats-Abonnement für 23 Franken für Erwachsene und 18 Franken für Kinder – eine Ermässigung für IV-Bezüger oder AHV wie vorher fehlt. Diese Änderung gibt seit der Wiedereröffnung am 17. August in Mellingen zu reden.
Marcus Hsu, Leiter Bau und Planung in Mellingen, erklärt auf Anfrage, die Monats-Abonnemente würden die bisherigen Halbjahres- und Jahres-Abonnemente bis zum Abschluss der Bauarbeiten Ende 2026 aus logistischen Gründen ersetzen. «Das ist vorübergehend, ab Januar 2027 werden die Halbjahres- und Jahres-Abonnemente wieder angeboten», sagt Hsu.
Heidi Hess