Niederrohrdorf: 460 Besucherinnen und Besucher kamen zum Jahreskonzert der Harmoniemusik Rohrdorf
Beim Jahreskonzert war in diesem Jahr alles anders: Statt Samstagabendvorstellung gab es ein Konzert am Sonntag – samt Mittagsmenü und einem ganz besonderen Gastauftritt: ...
Niederrohrdorf: 460 Besucherinnen und Besucher kamen zum Jahreskonzert der Harmoniemusik Rohrdorf
Beim Jahreskonzert war in diesem Jahr alles anders: Statt Samstagabendvorstellung gab es ein Konzert am Sonntag – samt Mittagsmenü und einem ganz besonderen Gastauftritt: Schlagersängerin Monique aus Stetten gab sich die Ehre.
Die Idee für die Zusammenarbeit entstand am Aargauischen Musiktag vor zwei Jahren in Niederrohrdorf. Damals sang Monique (bürgerlich Monique Kistler) als Highlight des Abendprogramms, und auch die Harmoniemusik spielte. Schon damals war klar: die Chemie stimmt. «Als sie mich dann angefragt haben, musste ich nicht lang überlegen», erzählt der Star und schwärmt von der Professionalität der Musikerinnen und Musiker. Auch Dirigent Pascal Gruber, der eigens einige Stücke in der Tonart für die Sängerin anpasste, ist voll des Lobes: «Sie hat es uns sehr einfach gemacht», lobt er. Ein bisschen Nervenflattern habe sie vor dem Auftritt aber doch gehabt, gibt Monique später auf der Bühne lachend zu. Schliesslich stehe sie sonst alleine und mit eigenen Liedern auf der Bühne. Darüber hinaus wage sie sich teils in ungewohnte Genres vor. Gemeinsam proben konnten sie und das Orchester nur dreimal.
Die Herzen fliegen ihr zu
Doch all die Sorgen sind natürlich unbegründet. Von Anfang an hat die Sängerin das Publikum mit ihrer herzlichen Art auf ihrer Seite – obwohl viele sie zum ersten Mal bei einem Auftritt erleben. Unterstützung gibt es ausserdem von Freunden und Bekannten aus Stetten und Umgebung. Und sogar aus dem Schwarzwald sind überraschend Fans angereist und kommen auf ihre Kosten. Als eines der ersten Lieder singt Monique ihren Hit «Einmal so, einmal so», mit dem sie 1999 den Grand Prix der Volksmusik gewann. «Beim Kufsteiner Lied» geht das Publikum dann richtig mit. «Bei mir muss man singen, klatschen, jodeln und tanzen», spornt Monique an, während sie sich unters Volk mischt: «Man weiss ja, der Rohrdorferberg ist das Brasilien der Schweiz», witzelt sie. Danach bekommt die Profisängerin gesangliche Begleitung. Die 13-jährige Simona Blunschi, Tochter eines der Musiker, singt mit ihr im Duett Anita Hegerland und Roy Blacks «Schön ist es auf der Welt zu sein», gefolgt von der Ballade «How far I’ll go» aus dem Disneyfilm «Moana». Danach rocken die beiden die Bühne mit Ike und Tina Turners «Proud Mary». Spätestens hier wird klar: Da wächst ein grosses Nachwuchstalent heran. Im Anschluss begibt sich Monique wieder auf gewohntes Terrain mit dem «knallroten Gummiboot». Viel zu schnell ist der Programmteil zu Ende – findet auch die Sängerin. «Es macht so Spass, ich will am liebsten gar nicht mehr heim», ruft sie. Als Zugabe gibt es noch ein letztes Ständchen. Mit Musiker Martin Kaufmann stimmt sie das Liebeslied «Träne» von Florian Ast an. Nach der Pause gibt die Harmoniemusik dann noch einen Vorgeschmack auf ihr Programm, mit dem sie im Mai beim Eidgenössischen Musikfest in Biel antritt und zieht dabei musikalisch alle Register.
Michael Lux