Pläne für das Dorf- und Jugendfest vom 25. bis 27. Juni 2027 vorgestellt – noch fehlt Gemeindebeitrag
Erst war es nur die Idee einiger Gleichgesinnter beim Grümpelturnier – nun nimmt das «NiederrohrdorFÄSCHT 2027» Gestalt an. Ein Verein wurde ...
Pläne für das Dorf- und Jugendfest vom 25. bis 27. Juni 2027 vorgestellt – noch fehlt Gemeindebeitrag
Erst war es nur die Idee einiger Gleichgesinnter beim Grümpelturnier – nun nimmt das «NiederrohrdorFÄSCHT 2027» Gestalt an. Ein Verein wurde gegründet, Ort und Termin stehen fest. Mithilfe der Bevölkerung und der Vereine sollen jetzt die Details ausgearbeitet werden.
Ach, wie schön war das, als es noch Dorffeste in Niederrohrdorf gab!» Das sagten sich einige Mitglieder des heutigen Organisationskomitees, die sich sporadisch an Grümpelturnieren trafen und sich immer wieder wehmütig an die Feste ihrer Kindertage erinnerten. Weil das positive Feedback aus der Bevölkerung sie bestärkte, machte sich das neunköpfige Team an die konkrete Planung des ersten Dorffestes seit 19 Jahren. Das Ziel: ein gemeinsames Fest für alle Generationen, Quartiere, Schulen, Gewerbe und Vereine für 2027. Ein Fest, das verbindet und Raum für Begegnungen und schöne Erinnerungen auch für die heutige Jugend schafft. Diesem Credo gemäss und analog zur Postleitzahl von Niederrohrdorf lautet das Motto: «5443: e Zahl, es Dorf, es Fäscht». Das Logo präsentierten die OK-Mitglieder gleich mit passenden T-Shirts am eigenen Leib.
Schulen planen Jugendfest
Beim Infoabend am Dienstag informierten sie die rund 80 Interessierten, die in die Aula des Oberstufenzentrums kamen, über den Stand der Planung. Auch die Primarschule und die Kreisschule sind im Boot: «Die Schulen haben Bock. Sie sind von der ersten Sekunde an dabei gewesen», berichtete Biagio Mancina, selbst Lehrer an der Unterstufe begeistert. Als Bestandteil des dreitägigen Dorffestes werden die Schulen ein Jugendfest gestalten. Der Termin für das grosse Fest, das vom 25. bis 27. Juni 2027 steigt, ist mit Bedacht gewählt: Fislisbach und Oberrohrdorf feiern bereits diesen Juni ihre Dorffeste, die Badenfahrt startet erst im August 2027. Gefeiert wird im nächsten Sommer in Niederrohrdorf – wie schon beim Aargauer Musiktag – auf der Wiese an der Zelglistrasse neben den Beachvolleyballfeldern. «Das Festgelände Gfeend hat sich bewährt», sagte Martin Buchs, zuständig für Infrastruktur und Bau. Die Büntwiese oder die Dorfmitte seien aus Lärmschutzund Sicherheitsgründen ausgeschlossen worden, hiess es auf Nachfrage.
«Wir sehen ein Dorf im Dorf mit Ständen, verschiedenen Festzelten und einer Bühne in der Mitte», erläuterte OK-Vizepräsident Thomas Haller das Konzept für das Gfeend. Das offizielle Programm mit lokalen Music-Acts organisiert das OK. Das Fest soll aber nicht zuletzt eine attraktive Plattform für Vereine und andere Gruppen sowie Private bieten, sich einzubringen. Sei es mit Darbietungen, Festzelten, Bars, Beizli – oder schlicht als Helferinnen und Helfer.
Eine Umsatzabgabe müssten die Betreiber nicht entrichten, so das OK. Und auf einen Festeintritt verzichte man bewusst, um möglichst vielen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen. Man wolle kein Geld verdienen, Ziel sei lediglich eine schwarze Null. Neben dem Getränke- und Merchandisingverkauf sucht das OK zur Finanzierung natürlich auch noch Sponsoren, Partner und Gönner. Bis zum 30. Januar läuft zudem die Abstimmung für den «AEW-Energiebatzen». Mit dem erhofften Zuschuss könnte eine Sommer-Rodelbahn gemietet werden. Darüber hinaus hat das OK für das Dorffest einen Antrag auf materielle, personelle und finanzielle Unterstützung beim Gemeinderat gestellt. «Ohne den Gemeindebeitrag findet das Fest nicht statt», so die Verantwortlichen. Bis Ende Februar entscheidet der Gemeinderat darüber. Bei Zustimmung findet der Beitrag Eingang ins Budget 2027, über das an der Winter-Gmeind abgestimmt wird. Vizeammann Justin Vogler, der zugleich OK-Präsident ist, gab sich beim Anlass optimistisch. So wie auch die anderen hochmotivierten OK-Mitglieder, die mit ihrer Vorfreude auf das kommende Fest so manchen merklich angesteckt hatten.
Michael Lux
Alle Infos unter: nidifaescht.ch