Remetschwil: Im Dorfzentrum kann ein Mehrfamilienhaus gebaut werden – geplant ist auch ein Ladenlokal
Mitten im Dorf kann gebaut werden. Hinter der «Post», wo einst der Volg war, soll ein Mehrfamilienhaus entstehen – für jüngere und ältere ...
Remetschwil: Im Dorfzentrum kann ein Mehrfamilienhaus gebaut werden – geplant ist auch ein Ladenlokal
Mitten im Dorf kann gebaut werden. Hinter der «Post», wo einst der Volg war, soll ein Mehrfamilienhaus entstehen – für jüngere und ältere Menschen. Der Besitzer hätte auch gerne einen «Tante-Emma-Laden». Er will sich aber noch nicht festlegen.
Mitten im Dorf kann Karlfred Nydegger neben dem Restaurant Post beginnen zu bauen. Die Baubewilligung ist erteilt. Nydegger ist Inhaber von Nydegger Immobilien in Wohlen. Ihm gehört nicht nur die Parzelle im Remetschwiler Dorfzentrum hinter dem Restaurant Post. Er ist auch Eigentümer der Gaststätte, die er bereits zu einem früheren Zeitpunkt umgebaut und komplett saniert hatte. Nun können auch die Baupläne für die Parzelle neben der «Post» umgesetzt werden, wo der Volg früher einen Lebensmittelladen führte und sich auf dem gleichen Gelände noch immer die Alte Nähschule befindet.
Die Gemeinde Remetschwil hat Nydegger die Baubewilligung erteilt (Ausgabe vom 8. April). «Endlich», meint der Immobilienbesitzer und schiebt nach, er freue sich sehr darüber. Immerhin ist Karlfred Nydegger seit über zehn Jahren im Besitz dieser Parzelle. Zuvor gehörte sie der Gemeinde, die sie 2007 der Landi abgekauft hatte. Nydegger konnte die Parzelle schliesslich 2014 nach einem Entscheid an der Gemeindeversammlung erwerben – sein Bauvorhaben hatte überzeugt.
Idee hat er sich in den Kopf gesetzt
Mit der nun erteilten Baubewilligung können beide Gebäude hinter der «Post» abgerissen und die neue Überbauung «Oase» errichtet werden. Geplant ist ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen und einem Ladenlokal sowie einer Einstellhalle mit siebzehn Parkplätzen am Schulweg. Auf Anfrage präzisiert Karlfred Nydegger, dass sechs 2,5-Zimmer-Wohnungen, zwei 3,5-Zimmer-Wohnungen und eine 4,5-Zimmer-Wohnung geplant seien. «Alle Wohnungen funktionieren komplett autonom und verfügen über eigene Waschmaschinen und Tumbler, Parkplätze und Keller sowie ein direkter Zugang zum Etagenlift.» Der Besitzer will mit seinem Bauvorhaben Wohnungen in einem «vernünftigen Preissegment» realisieren. Dahinter steckt nicht zuletzt ein sozialer Gedanke. «Hier sollen ältere und jüngere Menschen wohnen», meint er. «Es soll eine gute Durchmischung von jung und alt entstehen.» Er habe sich diese Idee in den Kopf gesetzt, erklärt der Bauherr, nun soll sie umgesetzt werden.
Wunsch: Ein Tante-Emma-Laden
Allerdings wird dieses Bauvorhaben nicht sofort umgesetzt. Zwei Jahre lang ist die Baubewilligung gültig. Noch werden Teile des Hauses bewohnt, die Mieter sollen bis kurz vor Baustart in der Wohnung bleiben dürfen. Noch ist für Nydegger unklar, ob er das Bauvorhaben selbst umsetzen will. Denkbar sei auch, dass er die Planung einem Generalunternehmen übergebe. «Und die», erklärt er, «benötigen für ihre Arbeiten etwas Vorlauf.» Besonders interessant könnte das geplante Ladenlokal im Erdgeschoss für die Remetschwilerinnen und Remetschwiler sein. Denn das Dorf am Rohrdorferberg hat seit einigen Jahren keinen Laden mehr. Vielleicht ziehe hier tatsächlich der Satellit eines Lebensmittelgeschäftes ein, sagt der Bauherr und ergänzt: «Eigentlich wünsche ich mir einen Tante-Emma-Laden, beispielsweise in Zusammenarbeit mit lokalen Landwirten, die hier ihre Produkte verkaufen.» Festlegen will er sich aber nicht. Denn was im geplanten Laden eines Tages verkauft werde, sei nicht definiert. «Vieles muss noch abgeklärt werden.»
Heidi Hess