Der Migros-Wagen ist repariert. Gestern konnte Daniel Zehnder den Wohnbus in der Garage in Mülligen abholen. Am Montag, 3. August, wird er sich zum zweiten Mal auf den Weg in die Ukraine machen. Er fährt über Nürnberg, Görlitz und Krakau bis Lwiw, wo das Wohnmobil am ...
Der Migros-Wagen ist repariert. Gestern konnte Daniel Zehnder den Wohnbus in der Garage in Mülligen abholen. Am Montag, 3. August, wird er sich zum zweiten Mal auf den Weg in die Ukraine machen. Er fährt über Nürnberg, Görlitz und Krakau bis Lwiw, wo das Wohnmobil am Freitag ukrainischen Armeeangehörigen übergeben wird – auf dem Beifahrersitz Partnerin Susanne Lehmann. Die Armee befördert den Bus danach an die Kriegsfront, wo er neben einem Militärspital als Unterkunft für medizinisches Personal dient (der «Reussbote» berichtete).
Zehnder hatte den Migros-Wagen vor 26 Jahren eigenhändig zum Ferien-Wohnbus umgebaut. Im Frühling schenkte er ihn der ukrainischen Armee. Bei der ersten Fahrt erlitt der Bus an der Schweizer Grenze einen Unfall – verursacht durch den Chauffeur, der Zehnder auf der langen Fahrt begleiten sollte. Die Kosten für die Reparatur (über 20 000 Franken) teilten sie sich. 3000 Franken kamen über die Crowdfunding-Plattform «wemakeit» zusammen: «Dieses Engagement der Mitmenschen hat uns gerührt.» (hhs)