Der Stadtrat hat die Ressorts verteilt, vieles bleibt beim Alten. Dennoch kommt es zu kleineren Wechseln
Die Ressortverteilung im Mellinger Stadtrat bringt nicht allzu viele Überraschungen. Die Ressorts wurden kompakter zusammengesetzt, um die Zusammenarbeit mit der Verwaltung zu ...
Der Stadtrat hat die Ressorts verteilt, vieles bleibt beim Alten. Dennoch kommt es zu kleineren Wechseln
Die Ressortverteilung im Mellinger Stadtrat bringt nicht allzu viele Überraschungen. Die Ressorts wurden kompakter zusammengesetzt, um die Zusammenarbeit mit der Verwaltung zu erleichtern.
Die Stadt Mellingen hat ihre Ressorts neu verteilt. Die Diskussion wurde nötig, weil bei den Gesamterneuerungswahlen am 28. September Peter Suter (FDP) neu in den Stadtrat gewählt wurde. Suter war bisher Mitglied der Mellinger Finanzkommission. Er folgt auf Stadtrat Beat Gomes, der im vergangenen Sommer krankheitshalber vorzeitig aus dem Stadtrat zurücktrat und dessen Sitz bis zu den Gesamterneuerungswahlen vakant geblieben war.
Nun informierte der Stadtrat über die künftige Ressortverteilung. Die Ressorts seien in mehreren Prozessen und unter Einbezug der organisatorischen Strukturen der Stadtverwaltung definiert worden. Laut Stadtschreiber Gregor Glaus sollten die Ressorts zusammenpassen und kompakter zusammengesetzt sein. Ziel sei, die optimale Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat und Verwaltung zu gewährleisten. Bislang hätten fünf Stadträte Einfluss auf die Abteilung Bau und Planung gehabt. Das sollte sich ändern.
Die Ressortverteilung erfolgt nach dem Anciennitätsprinzip – die bisherigen Stadtratsmitglieder und unter ihnen diejenigen, die am längsten im Amt sind, dürfen ihre Ressorts als erste wählen. Dennoch zeigt der Blick auf die künftige Verteilung: Das Meiste bleibt beim Alten – abgesehen von kleineren Verschiebungen. Stadtpräsidentin Györgyi Schaeffer behält die Finanzen sowie auch das Ressort Präsidiales. Sie ist somit zuständig für das Personal, die Ortsplanung, die Stadtentwicklung oder die Regionalplanung. Zusätzlich übernimmt Schaeffer den Bereich Umwelt mit Naturund Umweltschutz sowie Landwirtschaft und Gewässer. Ausserdem ist sie künftig für den IT-Bereich zuständig. Vizestadtpräsident Silvan Herzig ist für das Ressort Bildung, Jugend und Kultur verantwortlich; Stadtrat Hanspeter Koch (Mitte) für das Ressort Hochbau, Liegenschaften und öffentlicher Verkehr und Stadtrat Martin Huber für den Tiefbau, den öffentlichen Raum und das Gewerbe.
Suter: Keine «artfremden» Ressorts
Peter Suter, der Neue im Stadtrat, übernimmt per 1. Januar das Ressort Gesellschaft und Sicherheit. Dazu gehören die Bereiche Alter und Gesundheit mit Alterszentrum und Spitex, der Bereich Soziales mit Kinder- und Erwachsenenschutz, Alimente, Sozialhilfe und Asylwesen sowie die Sicherheit mit Polizei, Feuerwehr, Militär und Zivilschutz. Suter, der gerne die Finanzen übernommen hätte, erklärt auf Anfrage, er habe unter Einhaltung der Spielregel erhalten, was übrig blieb. «Das akzeptiere ich.» Die Ressorts, die ihm zugeteilt worden seien, seien ihm keineswegs artfremd. Peter Suter war Oberst im Generalstab, heute ausser Dienst. Der Bezug zu Zivilschutz und Militär sei insofern gegeben. Zudem war er im Verwaltungsrat des Kantonsspitals Aarau sowie auch des Kantonsspitals Baden und kennt sich im Gesundheitswesen bestens aus.
Heidi Hess