Die Probebohrungen für das Projekt Wasser 2035 sind in Wohlenschwil abgeschlossen. Nun wird in Mägenwil weitergebohrt.
Die Sondierbohrungen für Wasser 2035 fielen auf. Die grosse blaue Bohrmaschine war vom letzten Donnerstag bis anfangs dieser Woche in Wohlenschwil und ab ...
Die Probebohrungen für das Projekt Wasser 2035 sind in Wohlenschwil abgeschlossen. Nun wird in Mägenwil weitergebohrt.
Die Sondierbohrungen für Wasser 2035 fielen auf. Die grosse blaue Bohrmaschine war vom letzten Donnerstag bis anfangs dieser Woche in Wohlenschwil und ab dann in Mägenwil zu sehen. Die Maschine holte aus dem Untergrund Boden- und Gesteinsproben, welche im Labor nun analysiert werden. Bei der vorgesehenen Linienführung der 20 Kilometer langen Wasserringleitung kann so die Bodenbeschaffenheit ermittelt werden. «Wir erhalten dadurch mehr Planungssicherheit», sagt Giovanni Romeo, Geschäftsführer der IKA Wasser 2035. Ziel sei es, alles gut abzuklären, damit keine Verzögerung bei der Umsetzung entstehen. So wird bei den Bohrungen nicht nur die Geologie, sondern auch allfällige Altlasten von Deponien untersucht. «Entlang des Reusstals gibt es diverse stillgelegte Deponien, wo früher der Müll von Dörfern entsorgt wurde», so Romeo. Die Deponien seien zwar auf alten Karten dokumentiert, nicht aber, ob Altlasten vorhanden sind. «Mit chemischen Analysen können wir feststellen, was dort entsorgt wurde», führt Romeo aus. Je nach Befund könne es sein, dass beim Bau der Wasserleitung der Aushub speziell entsorgt oder die Linienführung an dieser Stelle verschoben werden muss. Bei den Bohrungen in Wohlenschwil und in Mägenwil wurde zusätzlich geschaut, ob unter Wohngebieten oder bei Strassen die Wasserleitung im Bohrspülverfahren, mit Untertunnelung, verlegt werden kann.
Vereinbarungsentwürfe versandbereit
Die entnommenen Proben werden nun ausgewertet. In den nächsten Wochen werden die Vereinbarungsentwürfe für Durchleitungen an die betroffenen Grundeigentümerinnen und -eigentümer verschickt. Dies geschieht etappenweise. «Wir hatten bereits einen ersten Kontakt mit ihnen, um die Eigentümerund Korrespondenzdaten einzuholen.
Jetzt werden Vereinbarungsentwürfe samt Entschädigungsvorschlägen zugestellt. Wir wollen mit allen eine einvernehmliche Lösung finden», so Giovanni Romeo. Meist stosse das Projekt Wasser 2035 auf wohlwollenden Zuspruch. «Mit einer Zustimmung kann aktiv einen Beitrag zur Infrastruktur der betroffenen Gemeinden geleistet werden», so der Geschäftsführer. Die Verträge sollten bis Ende 2026 unter Dach und Fach sein. Danach läuft das Baubewilligungsverfahren. Die Unterlagen werden beim Kanton eingereicht. Gerechnet wird damit, dass es ein Jahr dauert, bis die Bewilligung erfolgt. Geht alles glatt, soll der Baustart 2029 erfolgen.
Debora Gattlen