Region: Die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» wurde verworfen – anders als in vielen «Reussbote»-Gemeinden
In den Gemeinden im Einzugsgebiet des «Reussbote» zeigt sich anhand der Abstimmungsergebnisse ein anderes Bild als schweizweit. Acht ...
Region: Die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» wurde verworfen – anders als in vielen «Reussbote»-Gemeinden
In den Gemeinden im Einzugsgebiet des «Reussbote» zeigt sich anhand der Abstimmungsergebnisse ein anderes Bild als schweizweit. Acht Gemeinden sprachen sich mehrheitlich für die SVP-Initiative aus. Nur fünf Gemeinden sagten «Nein».
or der Abstimmung am 14. Juni zur Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz! (Nachhaltigkeitsinitiative)» lieferten sich Befürworter und Kritiker einen leidenschaftlichen Schlagabtausch. Auch in den Leserbriefspalten des «Reussbote» war das Thema in den letzten Wochen präsent. Schweizweit stimmen fast 60 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Urne ab. Ein weiterer Beweis dafür, dass das Thema die Gemüter hierzulande durchaus bewegte. Am Ende wurde die Initiative aber überraschend deutlich verworfen: 54,8 Prozent sprachen sich dagegen aus, mit «Ja» stimmten 45,2 Prozent.
Ergebnisse sehr unterschiedlich
Die Mehrheit der Gemeinden im «Reussbote»-Gebiet, stimmte jedoch – gegen den nationalen Trend – für die Annahme der Volksinitiative. Acht der 13 stimmten für den Vorstoss, lediglich fünf stimmten dagegen. Am klarsten fiel das Ergebnis für die Initiative in Birrhard aus: Hier stimmten 67,66 Prozent mit «Ja». Auch in Tägerig war die Mehrheit mit 62,12 Prozent besonders hoch, gefolgt von Niederwil mit 60,72 Prozent Ja-Stimmen. Auffällig: Bei den Gemeinden, welche sich mehrheitlich gegen die Initiative ausgesprochen haben, fiel das Ergebnis weniger deutlich aus als in den Gemeinden, die sie mehrheitlich befürworteten.
Am deutlichsten abgelehnt wurde die Initiative noch in Niederrohrdorf. Hier sprachen sich 54,60 Prozent gegen einen fixen Bevölkerungsdeckel aus, also ungefähr so viele wie in der gesamten Schweiz. In Oberrohrdorf waren es immerhin 53,81 Prozent und in Fislisbach 52,29 Prozent.
Knappes «Nein» in Mellingen
Es gab auch einige Gemeinden, in denen das Ergebnis äussert knapp ausfiel: In Wohlenschwil beispielsweise sprachen sich 51,84 Prozent für die Initiative aus, 48,16 Prozent lehnten diese ab. In Birmenstorf hatten die Gegner dagegen mit 51,47 Prozent zu 48,53 Prozent knapp die Nase vorn. Am knappsten fiel das Ergebnis in der Stadt Mellingen aus. Mit 50,91 Prozent hatten diejenigen, welche «Nein» zur Initiative sagten, nur einen hauchdünnen Vorsprung im Städtli. 49,09 Prozent der Mellingerinnen und Mellinger befürworteten dagegen die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz».
Michael Lux