Mellingen: Monique Stalder betreibt in der Altstadt ein Fusspflegestudio. Eine missglückte OP bremst sie aus. Seit einer Woche ist sie in der Reha
Sie sprang dem Tod buchstäblich von der Schippe. Nach einer missglückten Magenbypass-Operation folgten zwei Not-OPs. ...
Mellingen: Monique Stalder betreibt in der Altstadt ein Fusspflegestudio. Eine missglückte OP bremst sie aus. Seit einer Woche ist sie in der Reha
Sie sprang dem Tod buchstäblich von der Schippe. Nach einer missglückten Magenbypass-Operation folgten zwei Not-OPs. Dank ihrer Familie und guten Freunden findet sie den Weg zurück ins Leben.
Eigentlich wollte Monique Stalder, Inhaberin des Fusspflegestudios an der kleinen Kirchgasse 3, ab dieser Woche wieder Termine für Kundinnen und Kunden entgegennehmen. Doch nun muss sie die Kundschaft aus gesundheitlichen Gründen vertrösten. Wann sie wieder arbeiten kann, ist noch ungewiss. Um Gerüchten vorzubeugen, verriet sie dem «Reussbote» wie es um ihre Gesundheit bestellt ist. Am 2. April unterzog sie sich einer Magenbypass-OP im Kantonsspital Baden. «Es ist eigentlich ein Routineeingriff», führt die diplomierte Fusspflegerin aus. «Am 1. Mai wollte ich daher meine Arbeit wieder aufnehmen.» Doch davon ist Stalder noch weit entfernt. Bei der OP traten lebensbedrohende Komplikationen auf. «Ich bin eine von 1000 Personen, bei denen diese OP schlecht verläuft. Das hat mit mir zu tun und war kein Fehler des Arztes», sagt sie. «Es wurde alles getan, damit ich überlebe.» Dank ihren Kindern, Freunden, den Ärzten und dem Pflegepersonal führe sie den Kampf zurück ins Leben weiter.
Zwei Notoperationen folgten
Nach der OP für den Magenbypass wachte Monique Stalder auf und rang nach Luft. Die verabreichten Medikamente zeigten keine Wirkung. «Der Darm wurde bei der OP verletzt. Ich war aufgedunsen und erlitt eine Blutvergiftung», sagt Stalder. So ging es für die 51-Jährige zurück in den OP-Raum. «Es wurde nochmals ein Schnitt gemacht, das Leck im Darm geortet und alles gesäubert.» Doch leider verschlechterte sich ihr Zustand weiter. Auf der Intensivstation bekam Stalder keine Luft – die Lunge war kollabiert. «Als ich auf den dritten OP-Termin warten musste, konnte ich nicht mehr. Ich bat darum, mich bereits in Narkose zu legen, da ich ansonsten kollabiert wäre.» Die zweite Notoperation war zum Glück erfolgreich. «Die Ärzte und das Pflegepersonal haben alles gegeben, um mich zu retten», so Stalder. Dafür sei sie sehr dankbar.
Doch der Weg zurück ins normale Leben sei nicht einfach. Die Blutwerte seien inzwischen wieder besser. Mit Physiotherapie habe sie wieder atmen lernen müssen. Bis heute beschäftigt sie aber das Nahtoderlebnis. Eine Psychotherapeutin helfe ihr, das Ganze zu verarbeiten. «Ich musste bei null anfangen. Das Erlebnis hat mir buchstäblich den Boden unter den Füssen weggezogen», sagt sie.
Seit einer Woche ist sie nun in der Reha. Die Barmelweid ist auf Lungenkrankheiten spezialisiert. «Es geht aufwärts. Der Weg ist aber steinig.»
Genaue Infos folgen später
«Leider müssen sich meine Kundinnen und Kunden noch etwas gedulden. Wie lange ich in der Reha bleiben muss, weiss ich noch nicht», sagt Monique Stalder. Sobald sie wisse, wann sie entlassen werde und wieder arbeiten könne, werde sie ihre Kundinnen und Kunden darüber informieren. Und dann könne sie auch sagen, wann und wie das 10-Jahre-Jubiläum von ihrem Fusspflegestudio gefeiert werde, sicherlich noch in diesem Jahr.
Debora Gattlen
Infos: moniquestalder-fusspflege.com