Niederrohrdorf: Die Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal lud zur Besichtigung ihres neuen Polizeipostens und gab Einblicke in ihren Alltag
Bereits seit letzten Herbst ist der umgebaute und erweiterte Posten der Repol in Niederrohrdorf in Betrieb. Jetzt konnte sich die ...
Niederrohrdorf: Die Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal lud zur Besichtigung ihres neuen Polizeipostens und gab Einblicke in ihren Alltag
Bereits seit letzten Herbst ist der umgebaute und erweiterte Posten der Repol in Niederrohrdorf in Betrieb. Jetzt konnte sich die Bevölkerung vom Ergebnis überzeugen. Der Anlass zog besonders viele Familien mit Kindern an.
ir möchten den Bürgerinnen und Bürgern zeigen, wofür wir die Million investiert haben», erklärte Daniel Bodenmann, Polizeichef Stellvertreter, zum Anlass. Man wolle zeigen, dass der Umbau der Sicherheit der Bevölkerung diene und «Danke» sagen für die Unterstützung des Projekts. Dabei wurde Besucherinnen und Besuchern einiges geboten: Vor dem Gemeindehaus in Niederrohrdorf, in dem die Repol neu zwei Stockwerke belegt, gab es gratis Würste und selbst gebackenen Kuchen. Hinter dem Gebäude war der komplette Fuhrpark aufgereiht, der seit Kurzem in Orange und Weiss glänzt. In einem sich um die eigene Achse drehenden Simulationsfahrzeug des TCS konnte man hautnah erleben, was mit losen Gegenständen passiert, wenn sich ein Fahrzeug überschlägt. Auch das Thema Verkehrserziehung an Schulen und Kindergärten wurde präsentiert – inklusive Bobbycar-Parcours und Wettbewerb.
3-Phasen-Sicherheitssystem
Die meisten waren aber natürlich neugierig auf den umgebauten Polizeiposten: «Ich wollte mal schauen, was ihr mit unserem Steuergeld macht», witzelte ein Besucher. Herzstück des neuen Polizeipostens sei das 3-Phasen-Sicherheitssystem, erklärte Daniel Bodenmann beim Rundgang. Im Gegensatz zu früher haben Privatpersonen keinen Zugang mehr zum hinteren Bereich des Postens im zweiten Stock, sondern nur noch für den Bereich vor dem Schalter. Der gesicherte Bereich ist nur über eine Sicherheitstüre zu betreten. «Wenn die Türe länger als 15 Sekunden offen ist, erscheint ein Alarm», so Bodenmann. Neu verfügt der Sicherheitsbereich auch über zwei spezielle Einvernahmebüros. «Wir müssen mit der Kundschaft nicht mehr in unser Büro, wo es Kugelschreiber und andere potenziell gefährliche Gegenstände gibt», erklärte Bodenmann die Vorteile. Erstmals gibt es auch zwei «Einstellzellen», wo Personen einige Stunden festgehalten werden können, bis klar ist, wie es mit ihnen weiter geht. Für einen längeren Aufenthalt oder zur Übernachtung sind sie nicht gedacht.
Im Gegensatz zu den beiden neuen Schlafräumen im Personalbereich. Der Dienst der Polizistinnen und Polizisten der Repol geht teils von 18 Uhr abends bis morgens um 7 Uhr. Wenn sie nicht im Einsatz sind, können diese sich hier ausruhen. Im 3. Stock sind die neuen Mannschaftsbüros untergebracht: Fünf Büros mit je vier Arbeitsplätzen. Denn nachdem es zeitweise etwas harzig lief mit den Bewerbern, interessieren sich immer mehr für eine Stelle bei der Repol. Demnächst kann der Mitarbeiterstab von 14 auf 20 aufgestockt werden, darunter zwei Polizeiaspiranten. Auch ein Jugendpolizist ist vorgesehen. «Es hat sicher auch mit den neuen Büros und der Topausrüstung zu tun», glaubt Bodenmann. Besucher Andy Würsch aus Oberrohrdorf findet es jedenfalls gut, dass es die Regionalpolizei nach wie vor gibt: «Die Kapo kann nicht überall sein, regional ist wichtig», findet er. Auch Repol-Chef Roger Lenherr erhielt nur positive Rückmeldungen: «Die Leute sagen, es sei professionell und grosszügig. Das 3-Phasen-Sicherheitssystem macht Eindruck». Kritische Nachfragen zur Repol habe er dagegen keine einzige erhalten.
Michael Lux