Mellingen: Lesung in der Stadtscheune mit der Buchautorin Nicole Egloff
Yvonne Fischer, Leiterin der Stadtscheune, begrüsste die Autorin Nicole Egloff und die erschienenen Gäste zur Lesung.
F ür Egloff war der Abend eine kleine Rückkehr an ...
Mellingen: Lesung in der Stadtscheune mit der Buchautorin Nicole Egloff
Yvonne Fischer, Leiterin der Stadtscheune, begrüsste die Autorin Nicole Egloff und die erschienenen Gäste zur Lesung.
F ür Egloff war der Abend eine kleine Rückkehr an einen vertrauten Ort: Bereits früher hatte sie in der Mellinger Stadtscheune einen «Saatgut-Workshop» geleitet. Nun durfte sie hier ihr erstes eigenes Buch vorstellen – ein besonderer Moment, auf den sie sich sichtlich freute. Die studierte Journalistin ist mit der Region bestens verbunden. In Tägerig aufgewachsen, besuchte sie als Jugendliche die Bezirksschule in Mellingen. Heute widmet sie sich neben dem Schreiben und ihrer journalistischen Arbeit auch gerne der Natur: In ihrer Freizeit ist sie in ihrem Garten tätig oder schnürt die Wanderschuhe.
Projekt für ihr erstes Buch
2024 besuchte sie innert zwölf Monaten zwölf verschiedene Höfe in der Schweiz, die innovativ und ressourcenschonend wirtschaften; jeder nach seinem eigenen Konzept (der «Reussbote» berichtete). Da sie mehr darüber wissen wollte, woher unsere Nahrung kommt und wie sie produziert wird, erkundigte sie sich vorgängig telefonisch bei diversen Landwirten, ob sie für drei Tage auf deren Hof leben, arbeiten und wohnen könne. Die meisten bejahten dies spontan. Während zwei Tagen arbeitete sie jeweils aktiv mit, sei es beim Gemüserüsten, im Hofladen, beim Säen und Ernten, stellte viele Fragen und schrieb darüber Reportagen. Am dritten Tag kam die Fotografin Raphaela Graf dazu, um die Thematik mit stimmungsvollen Bildern anschaulich zu dokumentieren. Mit konkreten Beispielen wird in Egloffs Buch aufgezeigt, dass eine ressourcenschonende, sozial gerechte, tierfreundliche und im besten Falle sogar klimaneutrale Landwirtschaft möglich ist – die dennoch im relevanten Umfang gesunde Lebensmittel kultiviert. Aktuell produziert die Schweizer Landwirtschaft etwa 42 Prozent, eine 100%ige Selbstversorgung wäre machbar. Das im Buchtitel genannte Radiesli ist übrigens ein Hof in Worb bei Bern, der beim Projekt «Solawi» (solidarische Landwirtschaft) mitmacht. Wer das Gemüse im Abo bezieht, verpflichtet sich gleichzeitig zur Mitarbeit. Eine Mitarbeiterin machte die Aussage «Das Radiesli stimmt mich zuversichtlich». Damit ist das Konzept des Hofes gemeint und nicht das Wurzelgemüse. Das Buch von Nicole Egloff mit demselben Titel kann in der Stadtscheune ausgeliehen und natürlich im Buchhandel erworben werden. (zVg)