Mellingen: Drei Musikvereine feierten gemeinsam den Sommer mit Musik, Begegnungen und viel guter Laune
Mit einem beschwingten Sommerabendkonzert voller Musik, Begegnungen und guter Laune begeisterten die Spielgemeinschaft des Musikvereins Birmenstorf und der Stadtmusik Mellingen ...
Mellingen: Drei Musikvereine feierten gemeinsam den Sommer mit Musik, Begegnungen und viel guter Laune
Mit einem beschwingten Sommerabendkonzert voller Musik, Begegnungen und guter Laune begeisterten die Spielgemeinschaft des Musikvereins Birmenstorf und der Stadtmusik Mellingen ihr Publikum. Speziell eingeladen war auch die Brass Band Badenia Untersiggenthal.
Der Ibergplatz verwandelte sich am Mittwochabend in eine kleine Oase der Leichtigkeit. Schon ab 19 Uhr duftete es nach Grilladen, die Festwirtschaft wurde rege genutzt und die zahlreichen Besucherinnen und Besucher rückten auf den Bänken zusammen, um den Sommerabend zu geniessen. Die Spielgemeinschaft des Musikvereins Birmenstorf und der Stadtmusik Mellingen sowie die Brass Band Badenia Untersiggenthal eröffnete um 19.30 Uhr ihr Gemeinschaftskonzert. Begleitet von den Tambouren, die mit ihren präzisen Rhythmen sofort für Aufmerksamkeit sorgten.
Publikum, das sich mittragen liess
Unter freiem Himmel entstand eine besondere Atmosphäre. Warmes Licht, ein laues Lüftchen und ein Publikum, das sich hörbar auf die musikalische Reise einliess. «Es ist einfach wunderschön, wieder einmal so viele Menschen gemeinsam musizieren zu sehen», sagte Madlen Schenk aus Fislisbach strahlend. Und tatsächlich, das vom Dirigenten Sebastian Smolyn einstudierte Programm war modern, abwechslungsreich und voller Energie. Den Konzertauftakt machte «Prismatic Light» des schottischen Komponisten Alan Fernie. Nach diesem klangvollen Einstieg wechselte die Formation direkt in sommerliche Stimmung und überraschte mit dem Song «Tequila», komponiert von Chuck Rio. Später wurde es eher etwas ruhiger und romantischer mit «Somethin’ Stupid» vom Komponisten Carson Parks. Bei «Star Lake» kamen die Marschfans auf ihre Kosten und nach diesem kraftvollen Intermezzo wurde musikalisch in die Karibik gereist mit «Reggae Night». Das Lied stammt von Jimmy Cliff. Nach diesem Abstecher stand wieder die Schweiz im Fokus. «Die Strass won i dran wohne» stammt aus der Feder des Berner Liedermachers Mani Matter und wurde für Brass Band von Mario Bürki arrangiert.
Aus kleinen Beobachtungen ...
Mani Matter war eigentlich Jurist und schrieb seine Lieder neben seiner beruflichen Tätigkeit. Gerade deshalb wirken seine Texte oft so nah am Alltag. Er hatte die besondere Gabe, aus kleinen Beobachtungen grosse Geschichten entstehen zu lassen. Die Dreierformation zeigte zudem eindrücklich, dass sie auch rockig könne, mit «Crazy little Thing called Love». Mit «Euphoria», dem Song mit welchem die schwedische Sängerin Loreen im Jahr 2021 den Eurovision Song Contest gewann, beendete die Mannschaft den Konzertteil offiziell.
Das begeisterte Publikum liess aber nicht locker und erklatschte sich noch eine Zugabe mit «Slaidburn». Das Stück gehört zu den bekanntesten Märschen der Brass-Band-Literatur. «Wir wollten zeigen, wie viel Freude gemeinsames Musizieren macht und ich glaube, das ist uns gelungen», meinte Sebastian Smolyn nach dem Konzert zufrieden.
Isabel Steiner Peterhans