Statt Buvette eine Besenbeiz
17.04.2026 MellingenMellingen: Die Bevölkerung möchte wieder Sommerabende am Reussufer verbringen
Der Betrieb einer Buvette birgt Konfliktpotenzial mit den Pontonieren, die das Gelände für ihre Vereinsanlässe brauchen. Nun wollen sie selber eine Besenbeiz führen. ...
Mellingen: Die Bevölkerung möchte wieder Sommerabende am Reussufer verbringen
Der Betrieb einer Buvette birgt Konfliktpotenzial mit den Pontonieren, die das Gelände für ihre Vereinsanlässe brauchen. Nun wollen sie selber eine Besenbeiz führen.
Die Buvette, die Daniel Schmid vom Bar-Restaurant Andalusia im vergangenen Sommer zwei Monate lang neben dem Spielplatz hinter dem Iberghof betrieb, stiess bei der Bevölkerung auf positive Resonanz. Dies teilt die Stadt in einem Communiqué mit. Sie bezieht sich auf das Résumé des Stadtrates, das auf Gesprächen mit Daniel Schmid, den Pontonieren sowie auf zahlreichen Rückmeldungen aus der Bevölkerung basiert. Es bestehe der Wunsch in der Bevölkerung, Sommerabende an der Reuss zu verbringen.
Die Pontoniere, auf deren Gelände die Buvette stand, mussten jedoch 2025 Einschränkungen im Vereinsbetrieb hinnehmen. Bereits im Oktober 2025 zog der Stadtrat deshalb erste Schlüsse und prüfte verschiedene Optionen für den Sommerbetrieb 2026. Alternative Standorte wurden aufgrund von Zonenkonformität oder Nutzungseinschränkungen – etwa beim Spielplatz Iberghof – verworfen. Aus diesem Grund wurde eine Ausschreibung für den bisherigen Standort vorbereitet.
Pontoniere schlagen Besenbeiz vor
Im Rahmen der Vernehmlassung mit den Pontonieren im Februar 2026 zeigte sich, dass der bisherige Perimeter weiterhin zu Konfliktpotenzial führen würde. Die geplanten Vereinsanlässe hätten auch in diesem Jahr dazu geführt, dass ein allfälliger Betreiber die Buvette wiederholt hätte auf- und abbauen müssen – ein Aufwand, der weder wirtschaftlich noch zumutbar wäre. Die Pontoniere wiesen zudem darauf hin, dass sie im Hinblick auf die Organisation ihres Trainings und der Vereinsaktivitäten keine zusätzlichen Anpassungen vornehmen können. Alternative Lösungen innerhalb des bestehenden Perimeters sind deshalb ausgeschlossen.
Unter diesen Voraussetzungen lautete die pragmatische Lösung: Auf der gleichen Fläche soll es während der Sommermonate 2026 eine Besenbeiz geben. Die Pontoniere hatten dem Stadtrat im Zuge der Diskussion signalisiert, einen Betrieb einer Besenbeiz für eine begrenzte Zeit im Sommer zu prüfen. Diese Idee fand beim Stadtrat Zustimmung. Die Pontoniere präzisierten ihre Idee innerhalb der vom Stadtrat definierten Rahmenbedingungen. Der Stadtrat wiederum will «angesichts des öffentlichen Interesses an einem solchen niederschwelligen Angebot an der Reuss» auf eine Ausschreibung verzichten.
Die Pontoniere wollen im Juli und August, jeweils an bis zu drei Tagen in der Woche, ein überschaubares kulinarisches Angebot anbieten. (hhs)
