Bei der ersten Baustellenbesichtigung konnten sich Interessierte über den Fortschritt bei der Sanierung der Hauptgasse informieren
lud am Montag zur ersten Baustellenbesichtigung in der Hauptgasse ein. Die Führung war ausgebucht. Vertreter der Bauleitung waren vor Ort. Sie ...
Bei der ersten Baustellenbesichtigung konnten sich Interessierte über den Fortschritt bei der Sanierung der Hauptgasse informieren
lud am Montag zur ersten Baustellenbesichtigung in der Hauptgasse ein. Die Führung war ausgebucht. Vertreter der Bauleitung waren vor Ort. Sie informierten auch über die Lieferverzögerung der Steinplatten für den Deckbelag.
Die Schirme waren bereitgestellt. Doch Petrus hatte ein Einsehen und schloss just für die Baustellenbesichtigung der Bauphase 1 die Schleusen. Genau 20 Interessierte, Stadtpräsidentin Györgyi Schaeffer, Stadtrat und Ressortvorsteher Martin Huber, Bauleiter Thomas Hunn, Bauführer Mateus Tanushaj und Polier Nikolla Krist waren vor Ort. Bauleiter Hunn zeigte am Montag kurz vor dem Mittag direkt bei der Baugrube, was seit dem Baustart im Januar in der ersten Bauetappe über die Bühne ging.
So wurde ein Graben vom Lenzburgertor bis zur kleinen Kirchgasse ausgehoben, um die Werkleitungen zu erneuern. Die Schmutzwasser-, die Trinkwasser- sowie die Gasleitung wurden bereits erneuert. «Die Gasleitung war nicht dort, wo die alten Pläne sie anzeigten», sagte Hunn. Das sei dem Alter der Pläne geschuldet. So grub man weiter und wurde fündig. Als nächster Schritt werden die Leitungen für die Elektrizität verlegt. Die Leitungen verlaufen alle auf der rechten Seite der Hauptgasse. Daher ist auch bei laufenden Arbeiten die Zufahrt zu den Restaurants und den Geschäften sowie für Anwohnende der Altstadt gewährleistet.
Herausfordernd bei den Bauarbeiten in der Hauptgasse seien die engen Platzverhältnisse. Zusätzlich muss auch auf Schülerinnen und Schüler, Fussgängerinnen und Fussgänger und auf Autos und Velos geachtet werden.
Plattenlieferung verzögert sich
Der Bagger karrte bei der Besichtigung Luserna-Gneisplatten heran. So konnten Interessierte die Musterplatten begutachten, die im Fussgängerbereich und in Teilen der Fahrbahn, in drei verschiedenen Grössen (30, 40 und 50 Zentimeter) als Deckbelag verlegt werden. «Bei der Lieferung aus Italien kam es leider zu einer Verzögerung», sagte Bauleiter Hunn. Die erste Bauetappe könne daher nicht komplett bis Ende März fertiggestellt werden. Damit es zu keiner Verzögerung der gesamten Bauzeit komme, habe man aber bereits Arbeiten der zweiten und vierten Bauetappe vorgezogen. «Wir befinden uns auch mit der Lieferverzögerung weiterhin im Zeitplan», so der Bauleiter.
Mehr Schmutz in Geschäften
Die Sanierung und Aufwertung der Hauptgasse ist nicht nur für das ausführende Bauteam herausfordernd. Das Gewerbe in der Altstadt sorgt laufend auf den Sozialen Medien und auf der Homepage altstadtmellingen.ch dafür, dass die Kundschaft über die Zufahrt zur Altstadt informiert ist. Auch auf der Homepage der Stadt Mellingen wird informiert. Stadtpräsidentin Györgyi Schaeffer sagte: «Manche Geschäfte beklagen sich bereits über weniger Umsatz und zusätzlich, dass sie mehr Schmutz wegen der Baustelle in den Geschäften haben.» Claudia Haus, Inhaberin der Drogerie Haus, bestätigt den Schmutz, lobt aber das gute Einvernehmen mit dem Bauteam vor Ort. «Wir haben es gut miteinander», sagt sie. Bauleiter Hunn fügt an: «Wenn der signalisierte Gehweg benutzt wird, gibt es keine schmutzigen Schuhe.»
Apéro in verschiedenen Restaurants
Nach der Besichtigung lud die Stadt Mellingen zu einem spendierten Apéro ins Restaurant Gao Weisses Kreuz. «Ich fand es sehr interessant zu schauen, was sich in den aufgegrabenen Löchern befindet», sagte Teilnehmerin Ursula Scherrer. In der neunmonatigen Bauzeit soll es bei allen vier Bauetappen Baustellenbesichtigungen inklusive Apéro geben. Bei jeder Etappe wird jeweils ein anderes Restaurant an der Hauptgasse berücksichtigt, verriet Stadtpräsidentin Schaeffer. Wer die erste Besichtigung verpasste, kann sich unter mellingen.ch/politik/infohauptgasse/baustellenbesichtigung für den 23. Februar anmelden.
Debora Gattlen