Franziska Walker ist in Staretschwil aufgewachsen und lebt mit ihrem Mann in Stetten. Sie arbeitet als Klassenassistenz und teilzeitlich im Verkauf und lässt es sich in der Freizeit gerne mit erholsamen Ferien, wohltuenden Massagen und feinem Essen gut gehen. Zu ihren Leidenschaften ...
Franziska Walker ist in Staretschwil aufgewachsen und lebt mit ihrem Mann in Stetten. Sie arbeitet als Klassenassistenz und teilzeitlich im Verkauf und lässt es sich in der Freizeit gerne mit erholsamen Ferien, wohltuenden Massagen und feinem Essen gut gehen. Zu ihren Leidenschaften gehören unter anderem Handlettering.
Wir alle haben in der Nacht Träume. An die einen kann man sich erinnern, an die anderen nicht. Aber jeder Mensch träumt in der Nacht. Das sind die Träume, die man nicht beeinflussen kann. Sie kommen und gehen, wie sie wollen. Sie machen, was sie wollen. Einmal hüpft man von einem Ort zum anderen. Einmal kommen Menschen darin vor, die man gar nicht kennt. Heute sind sie wunderschön und morgen wird man am Strand von einem Eisbären angegriffen. Häufig sind sie wirr und am Morgen denkt man sich: «Was war denn das?»
Aber egal wie absurd oder schön die Träume waren, sie sind wichtig. Um Erlebnisse zu verarbeiten, Gefühle einzuordnen und den Kopf etwas aufzuräumen. Das Gehirn ist in diesen Traumphasen nämlich erstaunlich fleissig. Während wir also schlafen und uns vom Tag erholen, läuft dort oben Hochbetrieb.
Und dann gibt es noch die Tagträume. Die können wir beeinflussen und steuern. So können wir von einem neuen Haus oder neuen Job träumen. Davon, dass in der Familie wieder Frieden einkehrt oder vom nächsten Urlaub mit der besseren Hälfte. Manche träumen von einer Weltreise, andere von einem kleinen Garten oder einfach davon, endlich einmal wieder richtig glücklich zu sein. Irgendwann scheint uns das Träumen aber abhanden zu kommen. Als Kind war alles möglich. Wir wollten Astronauten werden, Prinzessin oder Tierarzt. Niemand sagte uns, dass etwas unmöglich sei. Aber als Erwachsene sind wir plötzlich total vernünftig. Wir sagen Sätze wie: «Das geht sowieso nicht.» «Dafür bin ich zu alt.» oder «Das kann ich mir niemals leisten.» Schade eigentlich. Denn oft begraben wir unsere Träume nicht, weil sie unmöglich wären. Sondern weil wir nicht mehr an sie glauben.
Natürlich geht nicht jeder Traum in Erfüllung. Wahrscheinlich werden die wenigsten von uns im Lotto den Hauptgewinn absahnen, oder morgen mit dem Rucksack die Welt bereisen.
Aber Träume geben uns Hoffnung, Mut. Sie bringen uns dazu, den ersten kleinen Schritt zu machen. Und dann entstehen die ersten Sätze, weil man von einem eigenen Buch träumt. Oder man schreibt eine Bewerbung, weil man ohne diese den Traumjob sowieso nicht bekommt. Man sollte sich all diese Träume niemals nehmen lassen. Denn ein Leben ohne sie wäre ziemlich traurig. Zwar lacht das Portemonnaie jetzt noch, beim Gedanken an die Weltreise. Aber wer weiss, vielleicht lachen wir schon bald am Strand von Hawaii.