Tägerig: Eltern wünschen sich einen neuen Kleinkinderspielplatz im Dorf. Nun gibt es Neuigkeiten zum Projekt
An der Sommer-Gmeind wurde auch über den Stand des Feuerwehr-Spielplatzes informiert. Aktuell werden Offerten für das leicht angepasste Projekt ...
Tägerig: Eltern wünschen sich einen neuen Kleinkinderspielplatz im Dorf. Nun gibt es Neuigkeiten zum Projekt
An der Sommer-Gmeind wurde auch über den Stand des Feuerwehr-Spielplatzes informiert. Aktuell werden Offerten für das leicht angepasste Projekt eingeholt. Das Baugesuch soll wohl noch dieses Jahr aufliegen.
Der Wunsch nach einem eigenen Spielplatz für Kleinkinder in Tägerig ist schon lange ein Thema im Dorf. Gerade Familien mit Kleinkindern wünschen sich solch einen Ort, zusätzlich zu den bestehenden Spielplätzen bei der Schulanlage, die während der Schulzeiten nicht uneingeschränkt zur Verfügung stehen. Nach einer entsprechenden Petition im vergangenen Jahr, die das öffentliche Interesse in der Bevölkerung unterstrich, wurde ein Verpflichtungskredit in Höhe von 150 000 Franken für einen Spielplatz auf der Parzelle 123 beim alten Feuerwehr-Magazin an der Winter-Gmeind im November 2025 traktandiert. Das Geschäft war jedoch überraschend umstritten («Reussbote» vom 28. November 2025). Vor allem der Standort des sogenannten Feuerwehr-Spielplatzes stand teilweise in der Kritik. «Reicht der Sicherheitsabstand in Bezug auf allfällige Strahlung?», lautete damals eine besorgte Frage mit Bezug auf das benachbarte Trafohäuschen. Weitere Abklärungen wurden verlangt. Andere Votanten lehnten den Spielplatz an diesem Standort ab, weil sich hier Schrebergärten befinden, die mit viel Leidenschaft gepflegt würden. «In Tägerig braucht es etwas für die Kleinen», fanden dagegen die Befürworterinnen und Befürworter des Projektes. Denn die Tägeriger Familien mit kleinen Kindern müssten sich heute in Niederrohrdorf, Oberrohrdorf oder im Gnadenthal treffen. Der Anteil an Kindern in Tägerig wachse zudem kontinuierlich, wie die Kindergartenzahlen zeigten. Ein Rückweisungsantrag wurde im Anschluss an die lebhafte Diskussion deutlich abgelehnt und der Verpflichtungskredit angenommen.
Abstand zum Trafohäuschen
Unter «Verschiedenes» informierte Gemeindeammann Thomas Widmer nun vergangene Woche an der Gemeindeversammlung über den aktuellen Stand des Projektes. «Der eine oder andere hat sich vielleicht gewundert, warum noch kein Bagger aufgefahren ist», scherzte Widmer. Mittlerweile habe man die Problematik um mögliche Gefahren mit der AEW Energie AG abgeklärt. Es gebe demnach zwei Optionen, um das Problem zu lösen. Die erste Option sei, das Trafohäuschen speziell gegen Strahlung abzuschirmen, was allerdings zu hohen Kosten im Wert einer kleinen Eigentumswohnung führen würde, so Widmer. Die zweite, favorisierte Option sehe vor, dass man mit dem Projekt auf der einen Seite 1,60 Meter Abstand vom Gebäude nehme, auf der anderen Seite 1,80 Meter. Das Trafohäuschen soll zusätzlich durch einen Hag einzäunt werden. «Dann sind wir mit den Messwerten absolut im grünen Bereich», erklärte der Gemeindeammann. Die AEW habe sogar zugesagt, sich an den Kosten für den Zaun zu beteiligen. «Die Neuplanung ist aktuell im Gang und wir sind beim Einholen einer zweiten Offerte», so Widmer. Laut Gemeindekanzlei werden dazu Offerten bei mehreren Anbietern eingeholt. Als nächster Schritt soll dann das Baubewilligungsverfahren beginnen. Ziel sei es, dass das Baugesuch noch dieses Jahr öffentlich aufliege. «Ich hoffe, es gibt keine Einsprachen, zum Wohle unserer Kinder», so der Appell von Thomas Widmer. Der Kostenrahmen von 150 000 Franken soll laut Gemeinde eingehalten werden.
Michael Lux