Am Zentralplatz hat das Verkehrsregime die ersten Tage funktioniert – auf dem Steg gibts aber ein Problem
Die alte Reussbrücke ist seit Montag für den Motorfahrzeugverkehr gesperrt. Der gesamte Fussgänger- und Veloverkehr verläuft über den ...
Am Zentralplatz hat das Verkehrsregime die ersten Tage funktioniert – auf dem Steg gibts aber ein Problem
Die alte Reussbrücke ist seit Montag für den Motorfahrzeugverkehr gesperrt. Der gesamte Fussgänger- und Veloverkehr verläuft über den Städtlisteg, wo die Fahrräder gestossen werden müssen. Nicht alle halten sich jedoch daran.
An beiden Enden des Städtlistegs steht neu eine Fahrverbotstafel und ein Zusatzschild «Radfahrer schieben». Das generelle Fahrverbot wurde amtlich publiziert. Bisher durfte man mit dem Velo über den Steg fahren, jetzt muss man es schieben. Die neue Regel ist jedoch offenbar in Mellingen noch nicht überall angekommen. Manche ignorieren die Tafel einfach, beobachteten wir bei einem Augenschein in der Mittagszeit. Um diese Zeit queren viele Schulkinder den Städtlisteg. Ein älterer Velofahrer mit Sportdress flitzt über den Steg, direkt an zwei Polizisten vorbei. Als ihm ein Beamter nachruft, steigt der Mann doch noch ab. Ein anderer hat mehr Pech, denn er kommt von der Rathausseite und fährt auf die Polizisten zu. «Können Sie bitte absteigen? Sonst kostet es 40 Franken», sagt einer der Ordnungshüter. Die Beamten der Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal haben die Aufgabe, die Bevölkerung in der ersten Zeit für das neue Verkehrsregime und das Absteigen zu sensibilisieren. «Bussen haben wir aber bisher keine verteilt», sagt ein Polizist. Während die meisten Erwachsenen das Verbot ignorieren, steigen die Kinder und Jugendlichen bei unserem Besuch vom Velo ab.
Manche Velos kommen mit Karacho
Am Zentralplatz wurde eine gelbe Stop-Signalisation auf dem Boden angebracht – für Velos, die vom Steg her kommen. Fussgänger müssen rechts abbiegen und den Fussgängerstreifen benutzen. Ein wenig problematisch ist es, wenn manche junge Velofahrenden von der Bahnhofstrasse her kommend mit Tempo beim Haus Zentralplatz 2 in die Gasse hineinfahren und nicht abbremsen. Von Montag bis Freitag stellte der Kanton von 7 bis 17 Uhr einen Mann an die Kreuzung, der für Ordnung sorgt und Auskunft gibt. Es ist der Mellinger Vlatko Aleksieski. «Ich habe seit Montag Sicherheits- und Verkehrsdienst am Zentralplatz», sagt er uns. Er steht meist vor der Absperrung der Brücke. Manche auswärtige Automobilisten fragten immer noch, ob die Reussbrücke nicht passierbar sei und müssten dann umkehren. «Die Kreuzung ist ein ziemliches Nadelöhr und manchmal gibt es heikle Situationen», sagt Aleksieski. Von der Stetterstrasse biegen Lastwagen, Personenwagen oder das Postauto in die Bahnhofstrasse ein, umgekehrt ebenso. Dazu kommt der Fussgänger- und Veloverkehr. Die heiklen Momente sind morgens von 7.30 bis 8.00 Uhr sowie kurz nach 12.00 Uhr und nach der Mittagszeit, wenn viele Schülerinnen und Schüler unterwegs sind. Glücklicherweise ist in den ersten fünf Tagen nichts passiert.
Marc Benedetti